Klimaschutzorientiertes Investitionsprogramm

Interkommunaler Erfahrungsaustausch am Beispiel Straßenbeleuchtung Bürgermeister und Bauamtsleiter bei IfaS Workshop in Buchen (AWN) 

AWN Workshop

(Foto: pm)

Buchen. (pm) Buchen. Mit dem klimaschutzorientierten Investitionsprogramm für den Neckar-Odenwald-Kreis, der Startschuss fiel im Dezember 2012, will man den Landkreis in Bezug auf Klimaschutz und heimische Wertschöpfung „so richtig“ nach vorne bringen. Unter der Leitung des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der FH Trier wurden bereits das ganze Jahr über unzählige Daten aus vielen relevanten Bereichen erfasst und analysiert. Als Ergebnis wird es konkrete Projektvorschläge und Handlungsempfehlungen für Privatleute, Gewerbe und Verwaltung geben. Ein wichtiger Punkt hierbei ist neben dem Umweltschutz die regionale Wertschöpfung.

Vom aktuellen Stand des Projektes konnten sich Bürgermeister und Bauamtsleiter der Gemeinden des NOK im Rahmen eines Workshops vergangener Woche im AWN-Gebäude in Buchen informieren. Michael Müller von IfaS, unterstützt von Kollegin Caterina Orlando, erläuterte zu Beginn wichtige Daten: Im NOK werden jährlich rund 150 Mio. Euro für fossile Brennstoffe ins Ausland ausgegeben, also immerhin 1000 Euro pro Einwohner. Ebenso waren die Preissteigerungen für Energie immens: Strom ist den vergangenen 10 Jahren um 64%, Öl gar um 140% gestiegen. Die aktuelle Studie soll offenlegen, wie man Stoffströme so steuern sollte, dass sowohl dem Klima geholfen als auch die heimische Wertschöpfung erhöht werden könne.




Eine zentrale Rolle hier spielen neben der Energieeinsparung auch die erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser und Sonne. Das alles könne aber nur funktionieren, wenn die Bevölkerung umfassend informiert und motiviert werde. Über eine entsprechende Kommunikation in Schulen, ein solcher Workshop mit Pädagogen hatte im Sommer stattgefunden, könne man die Menschen bereits frühzeitig für den Klimaschutz „prägen“. Auch sahen sich die Gemeinden, vertreten von den  Bürgermeistern, in der Pflicht mit gutem Beispiel voran zu gehen. Energetische Einsparungen und Maßnahmen hätten für die Bevölkerung Vorbildcharakter. Anfang kommenden Jahres will IfaS die Ergebnisse dieser Studie der Öffentlichkeit vorstellen; darin enthalten werden Handlungsempfehlungen und Projekte im Volumen von vielen Millionen Euro sein, die sich, dessen war sich Michael Müller sicher, „rechnen“ würden.

So passte dann auch der darauf folgende Vortrag von Sven Beck, Energieeffizienzspezialist von IfaS, genau zum Thema: Welche Straßenbeleuchtungen sind die richtigen, werden die gesetzlichen Vorschriften für  Helligkeiten im Straßenverkehr erfüllt und ist die neue LED-Technik tatsächlich das „Allheilmittel“? Zusätzliche Informationen aus erster Hand wurden von zwei anwesenden Fachplanern aus der Region gegeben, die bereits für mehrere Gemeinden im NOK planerisch tätig waren und sind. Als Fazit konnte man eindeutig sehen, dass sich Sanierungen in diesem Bereich auf jeden Fall in Bezug auf Stromersparnis über die Jahre rechnen würden – es müsse nur genau das richtige Konzept sein. Zudem stünden verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Die Workshop-Teilnehmer nahmen die Informationen dankbar an. Insbesondere bei der sehr regen Diskussion wurde deutlich, dass es schon eine Menge Knowhow in vielen Gemeinden gibt – man müsse sich nur austauschen. Das war dann auch das große Fazit am Ende dieses Treffens: Diese Infos aus erster Hand, gemischt mit Beispielen von Profis aus der Praxis „kamen an“ und man wünsche sich regelmäßige Wiederholungen, auch um den interkommunalen Erfahrungsaustausch zu vertiefen. Diesen Wunsch nahm abschließend Martin Hahn aus dem Bereich Unternehmenskommunikation als Vertreter der AWN gerne mit.   

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1 Kommentar

  1. Hoffentlich wird das Systemmodell “Mudau“
    nicht von den Bürgermeister übernommen.
    Punkt 22Uhr gehen die Straßenlampen aus.
    Selbst beim TSV Fest zur 150Jahrfeier.
    Das Hallenbad hat in der Woche [5]fünf Std.
    geöffnet.
    Die Bücherei ganz geschlossen.
    Die Hundesteuer hat Wiesbadenniveau[‘11]
    Schneeräumung ohne Salzstreuung und
    ohne Überstunden des Gemeindebauhofes.
    Aber Búrger haltet aus wenn der Windpark
    gegen euren Willen steht,dann könnt ihr euch
    an den Blinklichtern orientieren.

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