Kreis-Kliniken mit leistungsstarker Diagnostik

Kernspin, neue Computertomographie und digitales Röntgen am Standort Buchen

MRT Buchen

Das am Standort Buchen eingesetzte MRT gehört zur jüngsten Gerätegeneration und verfügt über ein großes Darstellungsspektrum. (Foto: Siemens)

Buchen. (lra) Der erste Einsatz eines Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) Gerätes in der neuen Radiologie-Praxis am Krankenhaus Buchen war Mitte Oktober gleich ein Erfolg und eine große Hilfe für die betroffene Patientin. Ihr Rückenleiden hätte mit keinem anderen Gerät so genau diagnostiziert werden können. Die anschließende, ebenfalls im Krankenhaus Buchen durchgeführte OP befreite die Frau von ihrem Leiden.

Das jetzt verfügbare MRT ist ein Gerät der jüngsten Generation. Es ermöglicht  ein sehr breites Untersuchungs- und Darstellungsspektrum einschließlich der Darstellung von Gefäßen. Neben dem MRT können die Patienten und Ärzte in Buchen auch ein neues Computertomografie-Gerät (CT) in Anspruch nehmen. Diese Neuerungen verbinden sich mit der Eröffnung einer Praxis für Radiologie am Krankenhaus Buchen. Als bewährter Kooperationspartner der Neckar-Odenwald-Kliniken ist die Praxis nicht nur für Patienten und Ärzte des Krankenhauses da, sondern auch für alle ambulanten Patienten aus Buchen und Umgebung, die eine radiologische Untersuchung brauchen.

Die Aufwertung der Diagnostik hatte einen langen Planungsvorlauf. Umso mehr freut man sich am Krankenhaus Buchen über die Realisierung dieser anspruchsvollen diagnostischen Bildgebung, die als große Investition der kooperierenden Praxis für die Kliniken keine Kosten verursachte.

Chefarzt Andreas Zeugner vom Wirbelsäulenzentrum am Krankenhaus Buchen spricht von einem „notwendigen Schritt in die richtige Richtung“ und erklärt: „Nimmt man zu den erweiterten Möglichkeiten durch MRT und CT noch die vollständige Digitalisierung des Röntgens dazu, über die wir hier seit ein paar Wochen verfügen, dann muss man dies wirklich als eine neue Qualitätsstufe beschreiben, die von einem Grund- und Regelversorger allerdings erwartet werden darf. Viele Patienten müssen zur genauen Diagnose nicht mehr an andere Orte fahren und erleben es – wie wir Ärzte auch – als großen Vorteil.“




Neben den neuen Möglichkeiten, die es am Krankenhaus Buchen durch moderne MRT- und CT-Geräte gibt, konnte auch das Röntgen durch die Digitalisierung auf eine neue  Qualitätsstufe gehoben werden. Siglinde Hollerbach leitet an den Neckar-Odenwald-Kliniken den Bereich Röntgen-Radiologie. Sie beschreibt die Vorteile des digitalen Röntgens, das in Buchen nun seit einigen Wochen möglich ist und am Standort Mosbach derzeit ebenfalls eingerichtet wird: „Zur Volldigitalisierung, die am Standort Buchen Einzug gehalten hat, zählt die Bilderstellung und die Bildentwicklung. Hinsichtlich der Bilderstellung wurde für den ‚Bucky-Tisch’ (Röntgentisch) ein Aufnahmegerät angeschafft, das für die Patienten deutlich weniger Strahlenbelastung bedeutet und den Ärzten die Möglichkeit bietet, einzelne Stellen der Aufnahmen um ein Vielfaches zu vergrößern, was besonders bei suspekten Auffälligkeiten sehr hilfreich sein kann. Dazu kam noch ein neues digitales Standaufnahmegerät. Damit lassen sich Ganzbeinaufnahmen ebenso anfertigen wie Aufnahmen der ganzen Wirbelsäule. Bislang musste man für derart gestreckte Aufnahmen in Abschnitten röntgen und die Bildfolgen per Hand zusammenfügen.“

Im Gegensatz zum konventionellen Röntgen, bei dem die Bilder auf großen Bögen entwickelt werden, ist das jetzt an den Neckar-Odenwald-Kliniken eingeführte digitale Bild innerhalb von 30 Sekunden auf dem Bildschirm verfügbar. Bei dieser Bildentwicklung kommen die Mitarbeiter nicht mehr mit belastenden Chemikalien in Berührung. Und die digitalen Bilder können dem behandelnden Arzt oder dem Hausarzt binnen weniger Minuten übermittelt werden. Künftig können dadurch Archivräume ebenso eingespart werden wie die Röntgenbildbetrachter. Der Gesamtprozess des Röntgens ist durch die Digitalisierung effizienter, detailgenauer und für die Patienten schonender geworden. Siegfried Schüpphaus, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Neckar-Odenwald-Kliniken, schätzt die Einsparungen, die durch den Einsatz der digitalen Bildentwicklung für die Neckar-Odenwald-Kliniken möglich werden, pro Jahr auf mehrere Zehntausend Euro.

Bei all den Neuerungen und Qualitätssteigerungen der Radiologie im Krankenhaus Buchen wurden nach Dafürhalten von Geschäftsführer Duda  „wichtige Elemente für die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses realisiert, denn die Bevölkerung im Einzugsgebiet erwartet mit Recht eine zeitgemäße Ausstattung für die Diagnostik. Außerdem ist digitales Röntgen erwiesenermaßen wirtschaftlicher als das konventionelle Röntgenverfahren.“.

Dieser Einschätzung folgt auch Dr. Zeugner. Er bringt es auf folgenden Nenner: „Insgesamt haben die beschriebenen Investitionen unseren Standort deutlich aufgewertet, denn moderne Medizin und Chirurgie leben von guter Bildgebung.“

Unterschiede zwischen MRT und CT

Untersuchungen mit der Computertomographie (CT) basieren auf dem Prinzip der Röntgenstrahlen. Die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT oder auch Kernspin) hingegen erzeugt Schichtaufnahmen des Körpers mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen und macht eine Ansicht des Körpers aus allen Richtungen möglich. Die beiden Methoden ergänzen sich.

Je nach diagnostischer Fragestellung, zu untersuchender Region, persönlicher Situation des Patienten etc. entscheiden die Ärzte im Einzelfall, welche Methode am besten geeignet erscheint.

In Notfallsituationen oder bei unruhigen Patienten wird zum Beispiel eher eine CT-Untersuchung durchgeführt, da sie innerhalb von wenigen Minuten eine Diagnose liefert. Die Untersuchung mittels MRT dauert dagegen zwischen 15 und 30 Minuten. Diese Methode erlaubt bessere Unterscheidungen von Weichteilgewebe, Gelenkstrukturen, Brustgewebe, Gehirn und Nerven.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: