DHBW-Außenstelle Heilbronn wird selbständig

Heilbronn. (pm) Die Spatzen hatten es bereits von den Dächern gepfiffen, und heute teilt das Wissenschaftsministerium mit, dass die bisherige DHBW-Außenstelle Heilbronn selbständig wird. Offene Briefe  und Appelle von Neckar-Odenwald-Kreis und Stadt Mosbach waren letztlich vergeblich. Letztlich scheinen die Finanzmittel der Dieter Schwarz Stiftung die Entscheidung zugunsten einer Verselbständigung begünstigt zu haben, wie Ministerin Theresia Bauer in ihrer Pressemitteilung hervorhebt.

„Mit den beschlossenen Maßnahmen stärken wir den Hochschulstandort Baden-Württemberg, tragen aber gleichzeitig auch der hervorragenden Entwicklung der DHBW und der Hochschule Heilbronn Rechnung“, so die Ministerin.

Die Nachfrage nach weiterbildenden und berufsbegleitenden Masterangeboten der DHBW habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. „Mit der Gründung einer zentralen Mastereinrichtung der DHBW tragen wir dieser großen Nachfrage Rechnung“, sagte Bauer. Unter dem Dach des „Center of Cooperative advanced studies“ (DHBW-CAS) sollen im Endausbau rund 2.500 berufsbegleitende duale Masterstudienplätze entstehen. Außerdem werden dort die internen Weiterbildungsprogramme der DHBW gebündelt und weiterentwickelt.

Die DHBW-CAS werde unmittelbar an das DHBW-Präsidium angebunden und erhalte eine Durchführungs- und Steuerungseinheit in Heilbronn. Die Durchführung der Masterangebote erfolge sowohl zentral in Heilbronn als auch dezentral an den regionalen DHBW-Standorten.

Bauer: „Von der neuen Mastereinrichtung profitieren alle DHBW-Standorte des Landes. Dies ist uns wichtig, weil dies die erfolgreiche landesweite Struktur der DHBW auch im Masterbereich aufgreift und weiterentwickelt.“ Für die DHBW sei dies ein weiterer wichtiger Schritt, um sich erfolgreich im überregionalen Wettbewerb zu etablieren.

Die DHBW-CAS soll nach Ende der Aufbauphase im Jahr 2020 kostendeckend durch Einnahmen aus Gebühren und Teilnehmerentgelten betrieben werden. Bis dahin übernehme die Dieter-Schwarz-Stiftung die entstehenden Kosten. Außerdem stelle die Stiftung auf dem Bildungscampus Heilbronn Räume für die neue Mastereinrichtung zur Verfügung.




Ausdrücklich begrüßte die Ministerin, dass die Dieter-Schwarz-Stiftung neben ihrem Engagement für die DHBW auch die Weiterentwicklung der Hochschule Heilbronn nachhaltig unterstütze.

Durch einen Neubau auf dem Bildungscampus eröffneten sich für die Hochschule Heilbronn, die sich in den letzten fünf Jahren landesweit zu der größten Hochschule für angewandte Wissenschaften entwickelt hat, glänzende Zukunftsperspektiven. Die gesamte Fakultät Wirtschaftswissenschaften könne damit am Europaplatz konzentriert werden: „Am Standort Sontheim finden die technischen Fakultäten dadurch mehr Raum für Forschung und Transferprojekte“, sagte die Ministerin.

Der Ministerrat hat im Weiteren der Umwandlung der bisherigen Außenstelle Heilbronn der DHBW Mosbach in eine eigenständige Studienakademie der DHBW zugestimmt. Die Außenstelle habe sich seit ihrer Gründung 2009 sehr gut entwickelt. Ihre Verselbstständigung unter dem Dach der DHBW vereinfache die Zusammenarbeit mit den anderen Hochschulen und Einrichtungen auf dem Bildungscampus und runde die beschlossenen Hochschulvorhaben am Standort Heilbronn ab. Außerdem werde die Wahrnehmung der gesamten Region Heilbronn-Franken dadurch gestärkt.

Ausdrücklich betonte die Ministerin, dass mit der Verselbstständigung des DHBW-Campus Heilbronn keine Schwächung der DHBW Mosbach und deren Außenstelle in Bad Mergentheim verbunden sei. Die DHBW Mosbach ist auch nach der Verselbstständigung von Heilbronn drittgrößter Standort der DHBW. Theresia Bauer: „Derzeit wird dort auch ein Neubau erstellt. Zudem ist sichergestellt, dass die Standorte Mosbach und Heilbronn unter dem Dach der DHBW jeweils eigene, sich nicht überschneidende Studienprofile anbieten und weiterentwickeln können, um so eine Konkurrenz der beiden Standorte zu vermeiden.“

Ministerin Bauer betonte den hohen Stellenwert der Zusammenarbeit des Landes mit der Dieter Schwarz Stiftung: „Ohne die umfangreiche finanzielle Unterstützung der Stiftung wäre es nicht möglich gewesen, die beschlossenen zukunftsweisenden Hochschulvorhaben auf den Weg zu bringen.“ Dass die Stiftung trotzdem stets die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Hochschulen respektiere und keinen Einfluss auf hochschulinterne Angelegenheiten nehme, verdiene höchste Anerkennung.

Infos im Internet:

www.nokzeit.de/nelius-will-garantien-fuer-dhbw-mosbach/

www.nokzeit.de/nacht-und-nebenaktion-um-dhbw-mosbach/

www.nokzeit.de/hauk-fordert-klare-aussagen-zur-dhbw/

www.nokzeit.de/offener-brief-zur-dhbw-mosbach/

www.nokzeit.de/fuer-erhalt-der-bestehenden-strukturen-bei-der-dhbw/

www.nokzeit.de/sprechverbot-schafft-kein-vertrauen/

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1 Kommentar

  1. DAS muss man nicht mehr kommentieren – aber die Entscheidung ist mehr als bedenklich.

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