Klare Worte beim Gänsebraten

MdL Peter Hauk referierte in Waldbrunn

Waldbrunn. (pm) „Wer trotz Rekordeinnahmen dieses Jahr rund drei Milliarden neue Schulden machen, der zeigt einfach, dass er kein Interesse an einer soliden Haushaltspolitik hat oder es schlicht nicht kann“, so der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk beim traditionellen Martinsgansessen der CDU und Jungen Union Waldbrunn in der Weißbacher „Rose“ in Richtung der Grün-Roten Koalition in Baden-Württemberg. Die Bundestagswahl habe deutlich gezeigt, dass der Wähler mit einer solchen Politik nicht mehr einverstanden ist. Für Berlin forderte daher Hauk, dass die CDU die treibende und führende Kraft der neuen Regierung sein müsse. Manchmal müsse man, trotz der stets vermittelnden Rolle von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dann eben auch gegenüber der SPD klare Kante zeigen. Etwa die berüchtigte SPD-Bürgerversicherung, die durch die Übernahme des Vermögens der Krankenkassen für die Versicherten nichts anderes als eine kalte Enteignung bedeuten würde, dürfe es nicht geben, so Peter Hauk weiter.




Zuvor war der Waldbrunner Bürgermeister und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Markus Haas in seiner Begrüßung auf das in Waldbrunn vieldiskutierte Thema Windkraft eingegangen. Sein wichtigstes Anliegen sei es dabei, einen möglichen Wildwuchs von Windrädern, eine sogenannte „Verspargelung“, in Waldbrunn zu verhindern. Aus diesem Grund weise man Vorzugsflächen aus, die nun voraussichtlich zum Bau von zehn Windrädern im Marktgrafenwald führen werden.

In der im Anschluss lebhaft geführten Aussprache ging auch Peter Hauk auf das Thema Windkraft ein. „Ich halte die Strategie der Landesregierung auch bei diesem Thema für verfehlt.“ Man müsse hier deutschlandweit und nicht nur regional denken. Windkraft sei im Norden weit effektiver. Die Stärken des Südens lägen viel mehr in den vielen Sonnenstunden – Photovoltaik – sowie in seiner Topographie, die sich hervorragend für Speicherkraftwerke eigne. „Insbesondere mit Speicherkraftwerken kann Baden-Württemberg einen Anteil zur Energiewende zu leisten, zu dem sonst nur wenige Regionen in Deutschland im Stande sind. Für die angestrebte Energiewende, wäre dies ein weit nachhaltigerer und sinnvollerer Beitrag“, so Peter Hauk.

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2 Kommentare

  1. MdL,Fraktionsvorsitzender der CDU,Minister
    fúr landl.Raum,Land u. Forstminister,Förster
    und noch einiges mehr
    erklärt die Welt u. jedes Wort stimmt.
    Respekt Hr.Hauk für.diesen ÜBerblick der
    von Ihrem Durchblick zeugt.
    Kein schwieriges Thema wurde ausgeblendet.
    Vieles hervoragend aufgezeigt.
    Ganz genial das Thema EEG u. Windkraft.
    Während in der Metropolregion das Thema
    erst an den runden Tisch und dann auf der
    langen Bank landet.Jahrelang Palaber,Resulte
    das man sich fürchtet -Egal-

    Liest man die klugen Sätze unseres hoffent-
    lich nächsten MP,dann kommen Fragen auf.
    ÜBer den Schwa…… in der gestrigen RNZ.
    Frau Wieselmann bitte essen Sie Gänsebraten;
    der macht schlau sofern ein gewisser geistiger
    Grund voraussetzt.

    Scheinbar hat der gute NOKzeit Artikel die
    RNZ Bch so verschreckt,daß heute kein
    Wort in dieser Zeitung steht.
    Wollen sie durch Infozuteilung je nach
    Mikroregion (in Limbach geht die Region-
    zuteilung durch den Ort) Meinung machen?

    Dann fügt doch gleich zu eurem
    Mens agitat molem ein teile und herrsche zu.
    Darauf hab ich keinen Bock,da schies ich
    lieber einen,und kündigen mit Verwandtschaft,
    Freunde und Kollegen.und noch einigen mehr
    -teilweise nach über 50Jahren das Abo.
    Ach,da fällt mir gerade ein,vor ca 40 Jahren
    bekam ich von euch mein erstes Honorar
    für ein Bild gemalt im Kindergarten
    Überwiesen D-Mark 6,84
    Nun ja als Kind schon mein Talent an euch
    verschwendet.

    Denn eine solche Respektlosigkeit gepaart
    mit Hinterlist gegen einen solch erfahren
    u. erfolgreichen,seriösen,guten Politiker
    u.Menschen möchten wir nicht mehr lesen.

    Auch sind die Hintergedanken der RNZ unter-
    irdisch ja sogar abstoßend.

    Den Amerikaner ,die nach dem Krieg,euch
    die Zulassung gaben gehört gemeldet was
    aus ihren Idealen geworden ist.

    Theodor Heuss;Thomas Brackenheimer
    bleibt das erspart.

    Herr Hauk
    wir wissen was wir an Ihnen haben.

    Der Bundschuh und der Dreschflegel
    sind schnell zur Hand.
    Doch wird es nicht nötig sein.Das Ge……
    wird sich selbst ausradieren.
    Und das Netz gibt der RNZ den Rest.

  2. Sehr geehrter Herr Hauk,

    in Bezug auf den letzten Absatz kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen.
    Sollten nicht gerade wir im Süden, die wir bis vor kurzem noch 50 % Kernenergie genutzt haben, den Umbau der Stromerzeugung bei uns anpacken? Abgesehen von den Stadtstaaten sind wir trauriges Schlusslicht bei der Energiewende.
    Inwiefern ist die Strategie der Landesregierung in Bezug auf die Windenergie verfehlt? Welche Alternative hätten Sie angewand, als die Ausweisung der Standorte den Kommunen selbst zu überlassen? Vorrangflächen von oben zu diktieren?
    Dass nur sinnvolle Standorte tatsächlich umgesetzt werden entscheidet letztendlich die Wirtschaftlichkeit eines Projektes. Um die Vergütung nach dem EEG überhaupt zu bekommen, muss nach dem EEG zudem 60 % eines definierten Referenzertrages vom jeweiligen Windpark erreicht werden.
    Wenn man den Stromertrag des geplanten Windparks Markgrafenwald, wie von Ihnen vorgeschlagen, durch Photovoltaik ersetzen wollte, müsste eine Fläche von 500.000 Quadratmetern nach Süden ausgerichtet mit Photovoltaik-Modulen belegt werden. Zudem ist die Kilowattstunde aus der Photovoltaik deutlich teurer für den Verbraucher als aus Windkraft.
    Warum sollte Windkraft im Süden weniger “effektiv” sein?
    Für unser Gebiet wurden spezielle Schwachwindanlagen mit größeren Rotoren entwickelt, die fast ähnliche Vollaststunden ereichen wie die Starkwindanlagen im Norden.
    Zudem bekommt die Windenergie auch im Süden nur eine Vergütung von maximal etwa 9 Cent die Kilowattstunde.
    Im Gegensatz zu den aus Australien, Saudi-Arabien, Russland usw. importierten konventiellen Energieträgern bleibt die Wertschöpfung der Windenergie im Land:

    http://www.zsw-bw.de/uploads/media/pi15-2013-ZSW-StudieWindenergieInvestitionen-2.pdf

    Da wir im Süden die größten Verbraucher haben, macht ein Ausbau der Erzeuger nur im Norden, Hochspannungsleitungen erforderlich, die quer durch das Land gezogen werden müssten. Das ist nicht nur teuer, sondern auch optisch ein erheblicher Eingriff ins Landschaftsbild.
    Derzeit ist der Zubau von Speicherkapazität uninteressant, da die Photovoltaik die “Mittagsspitze” im Verbrauch zu großen Teilen ausbügelt und die Kohlekraftwerke, durch CO2-Zertifikate zu Dumpingpreisen, den Strompreis an der Strombörse extrem nach unten drücken. Inzwischen relativ konstant auf nur noch 3,75 Cent/kWh im 1. Halbjahr 2013. Da sich die EEG-Umlage aus der Differenz zwischen Börsenpreis und EEG-Vergütung berechnet, lässt dies die EEG-Umlage in die Höhe schnellen. Sie als Politiker sind gefragt endlich die CO2-Zertifikate zu verteuern oder eine andere Berechnungsgrundlage anzusetzen um die EEG-Umlage für mehr Akzeptanz wieder zu senken und weg von der Kohle- und Kernenergie zu führen. Der Status quo lässt die privaten Verbraucher bezahlen, die Großkonzerne Kohlestrom verkaufen und erzeugt Zuspruch für die Gegner der Energiewende durch eine Explosion der EEG-Umlage.
    Ich würde mir von den Politikern weniger Populismus und mehr durchdachtes Handeln auf Basis der objektiven Betrachtung der Sachlage wünschen.

    Beste Grüße aus Waldbrunn!

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