Beim Regionalforum sprudeln die Ideen

Auftaktveranstaltung zur LEADER-Bewerbung fand große Resonanz

Leader regionalforum

130 Menschen aus der ganzen Region informieren sich beim Regionalforum über LEADER. (Foto: pm)

Niederstetten. (pm)  Der Startschuss für die Bewerbungsphase um Fördermittel aus der nächsten LEADER-Periode 2014 bis 2020 ist gefallen. Bürgermeister Rüdiger Zibold begrüßte als Gastgeber und Koordinator des Kommunalverbunds „LEADER Hohenlohe-Tauber“ rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Regionalforum in der Alten Turnhalle in Niederstetten. „Ob wir eine Chance haben und in das Förderprogramm aufgenommen werden, hängt von den Ideen ab, die Sie einbringen“, sagte er. „Das Land Baden-Württemberg legt bei der Bewerbung Wert auf eine breite Beteiligung der Bevölkerung.“

Die Resonanz der Auftaktveranstaltung ließ keinen Zweifel daran, dass das Interesse groß ist, Ideen für neue, interessante, regionale Projekte zu formulieren. Darauf aufbauend wird ein Regionales Entwicklungskonzept erstellt, mit dem sich die Region Hohenlohe-Tauber mit insgesamt 26 Städten, Gemeinden und Teilorten um eine LEADER-Förderung bewerben wird. Damit muss sie im Wettbewerb mit anderen Regionen punkten. Nur etwa die Hälfte der 29 Bewerberregionen wird voraussichtlich in das Programm aufgenommen.

„Wir müssen das Land Baden-Württemberg überzeugen, warum ausgerechnet diese Region gefördert werden soll“, erklärte Hannes Bürckmann vom Regionalbüro Hohenlohe Franken der neuland+ GmbH, die den Bewerbungsprozess moderiert und begleitet. „Es geht weniger darum, ein Konzept zu entwickeln, um ein Konzept zu haben, sondern um ein Kursbuch für die Entwicklung und konkrete Umsetzung von Projekten“, ergänzte sein Kollege Josef Bühler. Für die Diskussion beim Regionalforum hatten die Organisatoren bereits vier zentrale Themenbereiche ausgewählt. „Jugend und Senioren“, „Verborgene Schätze“, „Landschaft, Landwirtschaft und Landschaftsnutzung, Klimaschutz“ und „Wirtschaft, Unternehmen, Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“. In vier Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmer von Kommunen, Organisationen und privaten Initiativen gleich an die Ideensammlung und Entwicklung gehen. Ein spannender Prozess auch für die Wirtschaftsförderer der beteiligten Landkreise.




„Bereits in den vergangenen Förderperioden wurden tolle Projekte realisiert“, sagt Margot Klinger, Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe. „Ich bin positiv überrascht von der Resonanz und Vielfalt der Teilnehmer.“ Ganz konstruktiv ging es gleich in der Projektgruppe zu, die sich mit dem Thema Wirtschaft und Maßnahmen für Frauen befasste. „Wir müssen von den traditionellen Rollenbildern wegkommen und mehr Frauen in Führungspositionen bringen“, meinte eine Teilnehmerin. Eine Überschrift dazu war auch gleich parat: „Frauen auf Erfolgskurs“. Eine Idee, die Helmut Wahl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Schwäbisch Hall, für ein gutes Beispiel hält. „Das Spannende am Prozess ist, dass sich neue Querschnittsthemen ergeben, die wir in der Zusammenarbeit über Kreis- und Gemeindegrenzen aufgreifen können.“ Jochen Müssig, Dezernent für Kreisentwicklung, Kultur und Bildung im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, erhofft sich ein weiteres Zusammenwachsen der Region. „Besonders die Herausforderung der demographischen Entwicklung ruft nach einem Zusammenwirken aller Beteiligten.“

Der Auftakt war bereits viel versprechend. Der ländliche Raum ist zwar dünn besiedelt, an Köpfen mit guten Ideen mangelt es aber ganz offensichtlich nicht. Wie geht der Prozess jetzt weiter? „Die Ergebnisse des Regionalforums werden wir jetzt alle sorgfältig zusammenstellen und auf der Website zum Bewerbungsprozess veröffentlichen. So haben alle Interessierten die Möglichkeit, weitere Anregungen einzubringen“, erklärte Hannes Bürckmann. In den nächsten Monaten geht es dann in mehreren Arbeitsgruppen weiter. Bis zum Oktober soll das Regionale Entwicklungskonzept stehen. Dann kann die Bewerbung eingereicht werden.

Info:

Laufende Informationen zu LEADER Hohenlohe-Tauber und der Arbeit am Regionalen Entwicklungskonzept gibt es im Internet: www.leader-hohenlohe-tauber.de.

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