Mit Gedanken einen Computer steuern

Sensoren messen Gehirnströme und leiten diese an einen Tablet-PC weiter /  Studie des Mosbacher Physiotherapeuten  Daniel Gatzka mit dem Mentaltrainer Dr. Hans-Peter Heel  

Gedanken Computer

Hochkonzentriert: Der Profiboxer Dominik Britsch aus Neckarsulm löst allein mit seiner Gedankenkraft eine Aufgabe in einem Tablet-PC. (Foto: Martin Bernhard)

Mosbach. (pm) Kann man allein mit der Kraft der Gedanken ein Computerspiel beeinflussen? Patienten des Physiotherapeuten Daniel Gatzka schafften dies mit der sogenannten Biofeedback-Methode. Dabei misst ein Elektroenzephalograph mithilfe von Sensoren an der Stirn die Hirnströmungen und überträgt sie per Bluetooth an einen Computer. Im Rahmen einer Studie untersucht derzeit der Mentaltrainier Dr. Heel die Auswirkungen der Biotonus-Therapie auf das Gehirn.

Drei Autos fahren in unterschiedlichen Abständen über den Bildschirm eines Tablet-PCs. Der Profi-Boxer und frühere Juniorenweltmeister Dominik Britsch aus Neckarsulm blickt konzentriert – und siehe da: Die Fahrzeuge nähern sich einander an.  Am Ende der etwa 20-minütigen Übung erreicht der Boxer eine Erfolgsquote von rund 55 Prozent. Je höher der Prozentwert, umso besser gelingt es dem Teilnehmer, sich in den Alpha-Zustand zu versetzen, ein Zustand entspannter Wachheit. In dieser Geisteshaltung ist der Mensch besonders leistungsfähig, und zwar geistig und körperlich.  Ziel der Übung mit dem Computer ist es, dass man diesen Zustand auch im Alltag erreichen kann, sozusagen auf Abruf, ohne die Rückmeldung durch ein technisches Gerät.




Am Ende der Übung ist Dominik Britsch nicht in der Lage zu beschreiben, wie er seinen Wert von anfangs 30 auf mehr als 50 Prozent gesteigert hat. Er  habe sich lediglich  konzentriert.  „Das ist völlig normal“, stellte Dr. Heel fest. Das Gehirn reagiere unbewusst auf das visuelle Feedback durch den Computer. Durch regelmäßiges Üben lerne es, den Alpha-Zustand immer leichter herzustellen.

Mit dem Elektroenzephalographen maß Dr. Heel außerdem die elektrischen Impulse, die im Gehirn während einer Biotonus-Behandlung durch Daniel Gatzka und seinem Team entstehen. Auffallend dabei war, dass die Ausschläge bei dem Profisportler Britsch sehr groß waren. Allerdings fand er sehr schnell wieder in einen entspannten Zustand zurück.  Physiotherapeut Daniel Gatzka möchte mit der Zusammenarbeit mit Dr. Hans-Peter Heel die Wirkungen der von ihm mitentwickelten Biotonus-Therapie auf das Gehirn untersuchen. Möglicherweise lässt sich in Verbindung mit  effektivem Mentaltraining der Erfolg der Therapie steigern.

Daniel Gatzka ist staatlich geprüfter  Physiotherapeut aus Mosbach. Er befasst sich seit vielen Jahren mit den ursächlichen Problemen von Schmerzpatienten. An vier Standorten, unter anderem in Buchen, Neckarsulm, Mosbach und Adelsheim-Sennfeld, arbeiten er und seine Mitarbeiter mit der  neuen und erfolgreichen Biotonus-Therapie. Mit dieser gelingt es, selbst austherapierten Menschen zu helfen und zahlreiche Operationen zu verhindern.

Infos im Internet:

www.physiotherapie-gatzka.de

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