Gesundheitscheck für Atemschutzgeräteträger

IMG 7907

(Foto: pm)

Buchen. (pm) Wer Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr schon einmal in voller Montur gesehen hat und sich dann den Einsatz in Hitze, Rauch und unter psychischer Anspannung vorstellt, dem ist klar, dass diese Männer und Frauen körperlich fit sein müssen. Die Feuerwehr-Dienstvorschrift sieht die Untersuchung G 26.3 vor, die regelmäßig zu wiederholen ist. Und die Feuerwehr Buchen ist froh, in den Neckar-Odenwald-Kliniken am Standort Buchen mit Sabine Benkowitsch, der ärztlichen Leiterin der Zentralen Patientenaufnahme, eine Ansprechpartnerin zu haben, mit der diese Untersuchungen unkompliziert, wohnort- und zeitnah durchgeführt werden können.

Martin Henn ist diesmal dran. Mit 18 hat der begeisterte Feuerwehrmann aus Buchen seinen Atemschutzgeräteträgerlehrgang absolviert und sich vorab gründlich untersuchen lassen. Das war 1998. Regelmäßige Fortbildungen und Schulungen sind für Atemschutzgeräteträger vorgeschrieben, um feuerwehrtechnisch auf dem Laufenden zu bleiben. Und eben die ärztliche Untersuchung G 26.3, die bei unter 50-Jährigen alle drei Jahre ansteht. Ältere müssen jährlich zum Arzt.




Henn ist froh über diesen obligatorischen Gesundheits-Check: „Ansonsten geht man ja nur zum Arzt, wenn´s irgendwo richtig weh tut.“ Und tatsächlich hat die Ärztin bei den rund einstündigen Untersuchungen durchaus auch schon Erkrankungen oder Schwächen festgestellt, die bis dato unbekannt waren –  vor allem im Bereich des Herzens. Was ab und an auch schon dazu geführt hat, dass die Karriere als Atemschutzgeräteträger gar nicht erst starten konnte oder aber abrupt endete. Lohnend in finanzieller Hinsicht sind die Untersuchungen für die Kliniken im Übrigen nicht, weil die Pauschale gerade so die Unkosten deckt. „Aber das sehen wir im Rahmen unseres Versorgungsauftrags als Aufgabe der Kliniken“, so Sabine Benkowitsch.

Bei Henn ist alles in Ordnung. Eine Röntgenaufnahme des Brustbereiches steht nur in größeren Abständen an, aber die allgemeine Untersuchung, die Seh-und Hörtests, die Lungenfunktionsprüfung und die Blutuntersuchung fallen positiv aus. Auch beim Belastungs-EKG auf dem Ergometer macht Henn selbst  bei steigender Watt-Zahl eine gute Figur; er ist fit in dem Maße, wie das für einen Atemschutzgeräteträger notwendig ist.

Andreas Hollerbach von der Feuerwehr Buchen, der die Termine für die rund 150 Atemschutzgeräteträger in Buchen koordiniert, ist sehr froh über die unkomplizierte Handhabung: „Früher mussten wir drei verschiedene Ärzte abklappern. Hier im Krankenhaus geht alles aus einer Hand. Und wenn mal ein Termin platzt aus beruflichen Gründen, dann ist das auch kein Problem. Dafür sind wir sehr dankbar. Genau wie für die sehr gründliche und kompetente Untersuchung in freundlicher Umgebung.“ Für Feuerwehrfrauen gibt es im Übrigen auch auf das Alter bezogene Tabellen mit den Werten, die erreicht werden sollten. Allerdings steht im Moment in Buchen keine der Frauen im aktiven Atemschutzgeräteträgerdienst. „Aber das wird sich auch wieder ändern“, gibt sich Hollerbach zuversichtlich.      

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen:

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.