Artenschutz in der Flurneuordnung

Rohnstockweg 04 02 2014  5

(Foto: pm)

Sennfeld. (pm) Im Dezember 2013 wurde in der Flurneuordnung in Sennfeld die sogenannte „Ausführungsanordnung“ erlassen. Ein weiterer wichtiger Schritt in dem aufwändigen Verfahren, denn damit ist der neue Bestand für alle Flurstücke rechtskräftig geworden. Als letzte Baumaßnahme in der Flurneuordnung werden nun die beiden wichtigen Hauptwirtschaftswege Eicholzheimer Weg und Rohnstock Weg ausgebaut.

Bislang war die Böschung westlich entlang des Rohnstock Weges mit einer Mauer aus Natursteinen befestigt. Diese Trockenmauer war teilweise einsturzgefährdet. Damit der Lebensraum dieser Trockenmauer für Eidechsen durch den geplanten Wegebau nicht zerstört wird, muss vor dem Wegebau eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme realisiert werden. Die Flurneuordner des Landratsamtes haben diese sogenannte CEF-Maßnahme mit der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft, der Stadt Adelsheim, der Naturschutzbehörde und mit Naturschutzverbänden abgestimmt.




Konkret bedeutet das, dass die Trockenmauer entlang des Rohnstock Weges derzeit wieder aufgebaut wird. Zusätzlich wird in unmittelbarer Nähe eine weitere Trockenmauer in geeigneter Sonnenlage errichtet. Eine zusätzliche Steinschüttung wird geschaffen. „Trockenmauern und Steinschüttungen bieten vielen Reptilienarten und anderen Kleintieren Lebensräume für Verstecke, Sonnenplätze, Eiablage und Winterquartiere“, erklärt dazu die Projektleiterin Stefanie Schmid vom Landratsamt, Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung.

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