GusG ist Besuchermagnet und Aushängeschild

Großeicholzheim. (lm) Der Verein Großeicholzheim und seine Geschichte kann mit seinen 175 Mitgliedern auf ein spannendes und sehr gut besuchtes Jubiläumsjahr zurückblicken. Dies wurde deutlich bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Löwen“, zu der 1. Vorsitzender Günter Schmitt-Haber die Vereinsmitglieder, Ortsvorsteher Reinhold Rapp, Gründungsmitglied Ernst Frankenbach und die Vertreter der örtlichen Vereine begrüßen konnte. Ein Dank des Vorsitzenden galt daher allen, die sich für die Belange des Vereins eingesetzt hatten und besonders den Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement.

Wie er in seinem Rechenschaftsbericht mitteilte, habe man zum zehnjährigen Bestehen des Vereins (NZ berichtete) jeden Monat ein neues Highlight präsentiert. Darunter war u.a. eine Bildübergabe durch die Familie Malone, welches die Wettgasse vor dem zweiten Weltkrieg darstellt und dazu eine spannende Geschichte bereit hält, wie das Bild den Weg in das örtliche Museum gefunden hatte (NZ berichtete). In einem gelungenen Liedernachmittag erfreute F. Künkel die Gäste mit ihren Beiträgen und bei Willibald Dietz konnte man sich in der Schuhmacherwerkstatt die Füße vermessen lassen. Mit seiner Eisenbahn erfreute Heinrich Hartmann die großen und kleinen Besucher. Außerhalb der Öffnungszeiten wurde wieder Besuch aus Übersee empfangen, um mehr über die Geschichte der jüdischen Vorfahren zu erfahren. Am Schloss wurde ein Grabstein vom Steinmetzmeister Andreas Fehr (gestorben 1865) geborgen und mehrere ältere Bücher, darunter auch ein Gerichtsbuch, wurden professionell restauriert. Die Präsentation des Heimatkalenders „Unser Land“ fand im Wasserschloss unter Mitgestaltung von Vereinsmitgliedern statt. Beim Festakt „40 Jahre Odenwälder Sammlungen“ konnte man das Renovationsbuch ausstellen, resümierte der Vorsitzende Günter Schmitt-Haber.




Einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres erstattete anschließend Schriftführer Kurt Kegelmann. Er berichtete über den Vereinsausflug nach Sennfeld in die Synagoge und bedankte sich bei den aktiven und ehrenamtlichen Mitgliedern, die bei jeder Museumsöffnung tatkräftig mitgewirkt, Kuchen gebacken, Führungen durchgeführt, Auf- und Abbauarbeiten verrichtet und sich in das Vereinsleben eingebracht hatten.

Zweiter Schriftführer Richard Weber ging auf die nun in eigener Verantwortung zu betreuende Homepage (www.gusg.de) ein und begrüßte den verstärkten Kontakt zu den örtlichen Vereinen. Helmut Kegelmann berichtete aus dem Arbeitskreis, der auch mit viel Akribie eine Zusammenstellung der Aktivitäten in den vergangenen 10 Jahren erarbeitet hatte. Für das Sichern der kostbaren alten Bücher konnte eine Restauratorin in Bamberg beauftragt werden, wobei die Ergebnisse eine deutliche Attraktivitätssteigerung im Museum darstellen. Ein Dank galt hierbei der Gemeinde, die sich an den Kosten beteiligte. Fortgesetzt wurde auch die Suche nach Wegen mit römischer Vergangenheit auf heimischen Gemarkungen.

Da im Kassenbericht von Kassiererin Christin Bangert laut dem Prüfbericht von Revisor Otto Martin keinerlei Beanstandungen zu vermelden waren, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einstimmig Entlastung. Für die aus persönlichen Gründen zurückgetretene Kassiererin wurde Ines Masterson einstimmig als deren Nachfolgerin gewählt.

Ortsvorsteher Reinhold Rapp betonte, dass der Verein „Großeicholzheim und seine Geschichte“ mit seinem Museum ein Besuchermagnet und Aushängeschild der Gemeinde sei und Klaus Rinklin bedankte sich namens der örtlichen Vereine für die gute Zusammenarbeit. 

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