Raubüberfall auf Schnellimbiss ist geklärt

– Beschäftigte hat die Tat vermutlich vorgetäuscht

Mosbach. In den frühen Morgenstunden des Montag, 16. Dezember 2013 meldete eine Beschäftigte eines Schnellimbisses dem Polizeirevier Mosbach über Telefon einen Überfall auf ihre Filiale (NZ berichtete). Unbekannte Personen hätten sie überwältigt, gefesselt im Gefrierraum eingeschlossen und mit einem größeren Bargeldbetrag das Weite gesucht.

Die Kripo Mosbach bildete sofort eine Ermittlungsgruppe, die nach wenigen Tagen auf 16 Beamte aufgestockt wurde. Sie ermittelten von Anfang an mit Hochdruck in diesem Fall. Aufgrund verschiedener Feststellungen, darunter eine DNA-Spur, geriet die zunächst als Opfer angesehene 41 Jahre alte Frau immer mehr ins Visier der Ermittler. Ende vergangener Woche, nachdem sich immer mehr Widersprüche ergaben, räumte die Frau schließlich ein, die Tat vorgetäuscht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach beantragte am vergangenen Donnerstag Haftbefehl gegen die Frau. Dieser wurde vom Amtsgericht Mosbach erlassen und die Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in diesem Fall waren sehr umfangreich. Außer einer Vielzahl von Einsatzstunden wurden alleine 440 Personen überprüft.




Ob die Frau einen Teil der Ermittlungskosten, die im sechsstelligen Bereich liegen, zu bezahlen hat, wird noch geprüft. Bei der Bearbeitung dieses Delikts hat sich bereits im Dezember die erst ab Januar 2014 bestehende neue Struktur des Polizeipräsidiums Heilbronn bewährt. Beamte der Kripo Mosbach wurden durch Ermittler der damaligen Polizeidirektion Heilbronn unterstützt.

„Eine Kooperation, wie sie in ähnlichen Fällen künftig Gang und Gäbe sein wird. Dieser Fall hat gezeigt, dass man auch im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung mit der Polizeireform den richtigen Weg eingeschlagen hat“, so Hartmut Grasmück, Leiter des Polizeipräsidiums Heilbronn.

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