„Das Richtige für den Kreis richtig zu tun“

SPD- Kreistagsfraktion regt mehr Kommunikation und neue Konzepte für  Bildungs- und Gesundheitsbereich im Kreis an.

Neckar-Odenwald-Kreis. Die SPD-Kreistagsfraktion besprach bei ihrer Jahresklausur  im Februar die zukünftigen Linien der Kreispolitik. Einig waren sich die Fraktionsmitglieder  darüber, dass viele anstehenden Aufgaben nur gemeinsam zu bewältigen sind. „Wir müssen die hier im Landkreis anfallenden Fragestellungen klären  und das interkommunale Miteinander stärker einfordern. Auch im Sport auf allen Ebenen war es einst unvorstellbar, Spielvereinigungen zu bilden, um den Klassenerhalt oder den Aufstieg zu sichern. Heute  gibt es viele interkommunal  erfolgreiche Spielervereinigungen, “  stellte Kreisrätin und  MdB Dr. Dorothee Schlegel fest.

Ein weiteres Beispiel für die dringend erforderliche interkommunale Zusammenarbeit ist die regionale Schulentwicklungsplanung: Über die innerschulische Diskussionen hinaus müssen die Kommunen das Gespräch untereinander suchen und die Schulleitungen, die Eltern, die Vereine  und Unternehmer vor Ort einbeziehen.  „Wir müssen über die Nachbarkommunen hinaus ein Landkreisbewusstsein entwickeln und realistische Ziele  anstreben. Nur wenn wir alle Faktoren wie vorhandene Schularten, Schülerzahlen, Verkehrsanbindungen, vorhandene Lernangebote und Raumangebote  zusammentragen und dann ein zukunftsfähiges gemeinsames Konzept vorlegen, werden wir ein für die Gemeinden akzeptables Angebot bekommen,“ forderte die Fraktionsvorsitzende  Heide Lochmann. Dass dabei Kompromisse und Zugeständnisse von allen Seiten notwendig sind, war für die Fraktionsmitglieder klar. „Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten eine Vorstellung von dem erarbeiten, welche  Lernwelten künftige Generationen  brauchen, welche Schulen und für wie viele Kinder.  Nur so werden unsere Anträge im Kultusministerium auch unseren Wünschen entsprechend behandelt und entschieden werden, “ ergänzte MdL Georg Nelius. Kreisrat Ralf Schnörr schlug vor: „ Entwickeln wir gemeinsam und rechtzeitig mit den Einwohnern unseres Landkreises Ideen, wie wir uns auf die vorhersehbare Bevölkerungsentwicklung einstellen können. Nur, wenn wir uns heute schon um Themen wie z.B. leerstehende (auch öffentliche) Gebäude, Leben und wohnen im Alter oder die Nahversorgung kümmern, werden wir später nicht von dieser Entwicklung überrascht“.




Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen war die medizinische Versorgung im Neckar-Odenwald-Kreis. Angefangen bei den Kliniken über den ärztlichen Bereitschaftsdienst bis zur Versorgung mit Fach- und Hausärzten im ländlichen Bereich wurden die Probleme  beraten. „ Alle diese Aufgaben sollten wir im Kreis offen mit allen Beteiligten, wie den  Ärzten, dem Pflegepersonal, den Krankenkassen, Patienten und Kommunen diskutieren. Dazu muss aus unserer Sicht keine neue Institution geschaffen werden, denn die schon vorhandene „kommunale Gesundheitskonferenz“  bietet den geeigneten Rahmen, schlug Kreisrat Herbert Kilian vor.

Dringend notwendig ist in diesem Zusammenhang eine deutlich bessere Vernetzung und Kommunikation. Kreisrat Karlheinz Graner regte an, eine Broschüre zu erstellen: „Ähnlich wie in anderen Bereichen z.B. HOT  muss das vorhandene  Gesundheitsangebot  besser in die Öffentlichkeit getragen werden und in einem Prospekt „Wie, wo, wer, was – Gesundheit im Neckar-Odenwald Kreis“ dargestellt werden. Ein Ärzteverzeichnis und ein Gesundheitskalender könnten das Ganze ergänzen.  Dann können die Bürger im Kreis schneller und leichter die für sie notwendigen ambulanten oder stationären Hilfe- und Beratungsleistungen finden und in Anspruch nehmen.

Das Gesundheitsangebot an stationären, ambulanten bis hin zu ehrenamtlichen Einrichtungen im gesamten Kreis ist qualitativ sehr gut und vielfältig, sodass noch viel mehr Menschen, bei richtiger Information, davon profitieren könnten. Hier sind neben den Krankenhäusern die Pflegeheime, die Haus- und Fachärzte, Beratungsstellen und Fortbildungsangebote, Pflegedienste, aber auch die Sportvereine, das DRK, die Hebammen und die Apotheken zu nennen.

Der Landkreis ist die Raumschaft, in der wir leben, einkaufen, arbeiten, ausgebildet werden, Freundschaften pflegen und Freizeit verbringen. Daher ist auch die kommunale Daseinsvorsorge nicht nur auf Gemeindeebene vorzuhalten oder zu planen, sondern unter Einbezug der Bürgerinnen und Bürger und deren Bedürfnisse weiter zu entwickeln. Der Landkreis bietet vieles – für das „Gewusst – wo“ setzen wir uns ein.

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