Schellekattel – Eisenbahn in Beerfelden

Das 4. Musical mit geschichtlichem Hintergrund aus der Feder von Iris Thierolf

Eisenbahn Beerfelden

Schon das vierte Musical mit historischem Hintergrund und aus der eigenen Feder führt die Kantorin Iris Thierolf mit den Chören der evangelischen Kirchengemeinde Beerfelden Ende Juni auf. Das Foto zeigt eine Szene aus dem letzten Musical „Der Brand von Beerfelden“. Musikalisch unterstützt werden die Chöre in gewohnter Weise von der Kurpfalzphilharmonie Heidelberg, unter der Leitung von Konzertmeister Arne Müller. (Foto: pm)

Beerfelden. (pm) Vor 60 Jahren – 1954 – und genau 50 Jahre nach Inbetriebnahme – fuhr sie das letzte Mal – die Schellekattel.

Nicht jeder – zumindest von der jüngeren Generation – weiß, wer oder was die Schellekattel war. Grund genug, einen bemerkenswerten Teil der Beerfelder Vergangenheit ins rechte Licht zu rücken.

1904 bekam Beerfelden einen Bahnanschluss – eine Nebenbahn, die von Hetzbach bis zur Endstation nach Beerfelden verlief. Lange hatten die Bürger dafür gekämpft, wollten sie doch ursprünglich, dass die Eisenbahnlinie (die heutige Odenwaldbahn) vom Mümlingtal ins Neckartal über Beerfelden verliefe. Dies bekamen die Beerfelder aber verwehrt: Wie jeder weiß, führt die Strecke ab Hetzbach durch den Krähbergtunnel über Schöllenbach bis nach Eberbach. Die Beerfelder gaben sich aber nicht geschlagen, sondern sie kämpften so lange, bis sie zumindest ihren Nebenbahnanschluss hatten. Die ganze Stadt war bei der Einweihung am 30. April 1904 auf den Beinen, alles war festlich geschmückt, man feierte ausgelassen und war stolz, an das öffentliche Bahnnetz endlich angeschlossen zu sein.

Wie es zu dem Bahnbau kam, wie er ablief und was es für besondere Ereignisse dabei gab, welche Personen sich für Beerfelden besonders einsetzten, warum diese Eisenbahn ausgerechnet den Beinamen „Schellekattel“ trägt und warum diese Bahn heute nicht mehr fährt, diese Fragen werden in dem vierten Musical von Iris Thierolf (Michelstadt) erzählt. Bisher hat die Beerfelder Kantorin schon die Musicals „Hölzerlipsbande“, „Unsere Stadt soll leben!“ und „Der Brand von Beerfelden“ sehr erfolgreich umgesetzt. Auch dieses Mal werden wieder der Kinder-, Jugend- und Kirchenchor der Kirchengemeinde Beerfelden, die Swinging Ladies und Solisten aus den eigenen Reihen diesen spannenden, geschichtlichen Stoff auf die Bühne bringen. Musikalisch unterstützt werden sie in gewohnter Weise von der Kurpfalzphilharmonie Heidelberg, unter der Leitung von Konzertmeister Arne Müller.

Die Aufführungen finden am Freitag, 27. Juni, 19.30 Uhr; Samstag, 28. Juni, und Sonntag, 29. Juni, jeweils 18 Uhr, in der Alte Turnhalle (Hirschhorner Straße) in Beerfelden statt. Karten gibt es zum Preis von 15 € für Erwachsene bzw. 10 € (ermäßigt) im evangelischen Gemeindebüro, Tel. 06068/1330, der Wollstube Lang, Tel. 06068/2287 (beide Beerfelden), sowie im Autohaus Treffpunkt Thierolf (Michelstadt) Tel. 06061/7090.

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