UBW präsentieren Programm und Personal

Jugendgemeinderat, Beachvolleyball, Straßensanierung, Ehrenamt und Energiekonzept gefordert

Waldbrunn. Sophia König begrüßte im Namen der UBW die anwesenden Bürger und die Kandidaten der Wählervereinigung.  Mit den 29 Kandidatinnen und Kandidaten decken die Unabhängigen Bürger Waldbrunn (UBW) ein breites Spektrum an Erfahrungen und Tätigkeitsfeldern ab, die für eine kommunalpolitische Betätigung sehr hilfreich seien, so König. Unter dem Motto Aktiv für Waldbrunn“ wurde ein Wahlprogramm erarbeitet, das an konkreten Punkten bzw. Fragen ansetzt.

Mit einem Rückblick über die bisherigen Wahlergebnisse begann die Veranstaltung. Seit 15 Jahren sind die UBW im Waldbrunner Kommunalparlament vertreten und damit zu einer  verlässlichen kommunalpolitisch gestaltenden Kraft in den Dörfern des Winterhauchs geworden. Während man bei der ersten Wahl auf 14 Prozent und drei Sitze kam, konnte man das Ergebnis fünf Jahre später massiv steigern und mit 20 Prozent einen vierten Sitz hinzu gewinnen. Welche Bedeutung die Bürger der nicht-mitgliedschaftlich organisierten Wählervereinigung zumisst, zeigte sich bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren, stellte Sophia König heraus, als man mit einem erneuten Stimmgewinn auf 22 Prozent kam und einen fünften Sitz zugesprochen bekam. „Auch bei der vierten Wahl, am 25. Mai 2014, strebe man eine erneute Steigerung und damit den sechsten Sitz an, gab sich die UBW-Sprecherin kämpferisch.

Anschließend ließ der Fraktionsvorsitzende Reinhold Weis die zu Ende gehende Legislaturperiode seit 2009 Revue passieren.

Dabei hob Weis insbesondere die Suche nach einem Alternativstandort für den Digitalfunkmast am Katzenbuckel unter Mitwirkung des NABU Waldbrunn, aber auch Anträge zu Bürgerinformationsveranstaltungen zum Windpark im Markgrafenwald hervor. Auch eine eigene Bürgermeister-Kandidatenvorstellung im letzten Jahr und die bewusste Entscheidung, keine Wahlempfehlung abzugeben, hob der Fraktionssprecher heraus. Darüber hinaus waren die UBW an Entscheidungen zur Einrichtung einer Kleinkindkindergruppe sowie an der Neukonzeption der Winterhauch-Schule mit Einrichtung einer Kooperationsklasse beteiligt.

Nachdem das abweichende Kommunalwahlsystem mit den Möglichkeiten zu kumulieren und zu panaschieren erläutert worden waren, wurden Wahlprogramm und die Bewerber 2014 vorgestellt. Sechs Themenfelder sollen in den kommenden fünf Jahren die Politik der UBW bestimmen.


 


Zunächst stellte Kandidat Oliver Bender das Thema „Für unsere Jugend“ vor. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass Jugendarbeit mit Jugendlich steht oder fällt. Doch sollte jungen Menschen ein Ort bereitgestellt werden, an dem sie sich treffen können. Solch eine Einrichtung fehle derzeit in Waldbrunn, stellte Bender fest. Die UBW halten den alten Wasserbehälter in Strümpfelbrunn für ideal. Allerdings seien höhere Investitionen vonnöten. Man könne aber auch zwei oder drei Räume im Untergeschoss der Winterhauch-Schule für einen Jugendtreff bereit stellen. Um die Interessen junger Menschen gegenüber der Verwaltung und dem Gemeinderat zu vertreten, könne ein Jugendgemeinderat geschaffen werden, stellte Oliver Bender die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vor. Durch ein solche Gremium könnten Jugendliche an bürgerschaftliches Engagement herangeführt werden und lernen, sich für gesellschaftliche Belange gleichaltriger einzusetzen, sehen die UBW in einem Jugendgemeinderat eine kostengünstige Investition in die Zukunft der Gemeinde.

„Verkehr und Infrastruktur“ wurden anschließend von Karsten Voigtländer und Normen Schmitt vorgetragen. Großer Verbessungsbedarf gibt es aus Sicht der UBW für die Verkehrsanbindung nach Mosbach, um dort die geplante Stadtbahn zu erreichen. Eine Mitfahrzentrale als Anlaufstelle für weniger mobile Bürger ist ein weiteres Anliegen der UBW.

Um auch den Individualverkehr zu berücksichtigen, fordern die Wählervereinigung, die konsequente Sanierung der Gemeindestraßen. Hier will man sich in der kommenden Legislaturperiode massiv einsetzen. Abschließend forderten Voigtländer und Schmitt die Abrundung der Wasserversorgung in Oberdielbach.

Unter dem Punkt „Energie und Umwelt“ forderte Sophia König  ein Energiekonzept für die gemeindeeigenen Immobilien. Darin sollen konkrete Einsparziele formuliert und dokumentiert werden. Weiter soll die Schaffung von Ladestationen für E-Bikes und E-Autos an der Katzenbuckel-Therme vorangetrieben werden.

Für Familien und andere Waldbrunner sei es wichtig, eine flexible Ganztagesbetreuung zu haben, führte Doris Hering zu dem Wahlpunkt „ Schule und Kindergarten“ an. Damit wollen die UBW dem Bevölkerungsrückgang entgegenwirken. Im Bereich „Tourismus“ fordern die Kandidaten laut dem Vortrag von Herbert Klahn die Sanierung und Pflege der bestehenden Rad- und Wanderwege sowie des „Trimm-Dich-Pfads“ im Eichwald.

Lennart Pioch stellte das UBW-Konzept zum Thema „Sport und Ehrenamt“ vor. So will man sich für neue öffentliche Angebote wie ein Beach-Volleyball-Feld ebenso einsetzen wie für die Instandsetzung bestehender Anlagen. Mit einer Ehrenamtskarte könne man durch Vergünstigungen Anreize schaffen, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Zur Unterstützung der Waldbrunner Vereine in den Bereichen Steuern, Recht- und Versicherungen sollen zeitlich begrenzte Beratungen angeboten werden.

Mit der Vorstellung der allgemeinen Grundsätze der UBW, die Rathauspolitik ohne Parteibuch machen und sich nur der Sache verpflichtet sehen, endete die Kandidatenvorstellung.

UBW 2014

Von links: Joachim Leister (46), Ulrich Schaffer (49), Thomas Leister (40), Silke Dim (41), Thomas Edelmann (46), Susanne Wirtz (53), Uschi Haaß (43), Normen Schmitt (42), Helgard König (62), Sophia König (27), Karsten Voigtländer (38), Gerhard Weidner (56), Christine Wäsch (47), Marc Zollmann-Schnautz (40), Doris Hering (50), Reinhold Weis (56), Oliver Bender (46), Harald Brauß (54), Robin Bracht (22), Michael Henrich (26), Irene Kreß (46), Hans Hertle (59), Heike Schulz (35). Es fehlen: Joachim Hainz (50), Lennart Pioch (22), Hansjörg Schlemmel (53), Herbert Klahn (58). (Foto: Fotostudio Mohr, Oberdielbach)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

3 Kommentare

  1. Das stimmt. Neben NABU und Grünen haben die UBW wenig bis gar keinen Anteil. Die hätte wie immer die Hand gehoben, wenn der NABU nicht hartnäckig ein eigenes Gutachten bezahlt hätte.

Kommentare sind deaktiviert.