Rektor Willi Biemer feiert Dienstjubiläum

Biemer Jubilaeum

Uwe Rossa (li.) gratuliert Schulleiter Willi Biemer. Gertrud Prochazka überbringt die Glückwünsche des Personalrats. (Foto: pm)

Osterburken. (pm) Aus Anlass seines 40. Dienstjubiläums erhielt der Schulleiter des Ganztagsgymnasiums Osterburken, Oberstudiendirektor Willi Biemer, im Regierungspräsidium Karlsruhe aus den Händen der leitenden Regierungsschuldirektorin Dagmar Ruder-Aichelin die Dankurkunde des Landes Baden-Württemberg.
Im Rahmen einer Gesamtlehrerkonferenz hatte der stellvertretende Schulleiter, Studiendirektor Uwe Rossa, die Gelegenheit, den beruflichen Werdegang des Schulleiters und das überragende schulische und außerschulische Engagement zu würdigen.

Der Jubilar studierte an der Kaiser-Maximilian-Universität Würzburg die Fächer Deutsch und Religion. Nach dem Referendariat in Ludwigsburg kam er am 1. Februar 1979 als Studienassessor an das Ganztagsgymnasium Osterburken. Im April 1983 wurde Willi Biemer zum Studienrat ernannt.

Viele Schülergenerationen am GTO profitieren seit 1985 von Unterrichtsprojekten zu den Themen Sucht, Suchtprävention und Medienkonsum, die Willi Biemer als Suchtpräventionslehrer ins Leben rief. In enger Zusammenarbeit mit Polizei und Beratungsstellen organisierte er über Jahrzehnte nicht nur die Projekte für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Informationsveranstaltungen für deren Eltern.
Neben seiner Arbeit als Beratungslehrer führte Willi Biemer ab 1988 das Projekt „Lernen lernen“ in allen 5. Klassen ein, organisierte ein zweiteiliges Elternseminar zum Thema „Pubertät“ und erweiterte das Informations- und Beratungsangebot zur Profilwahl. Sämtliche Aktivitäten sind bis heute wichtige Bestandteile des Schulcurriculums des GTO bzw. Beispiele zur Erfüllung des gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsauftrages.

Unmittelbar nach der Bestellung zum Suchtbeauftragten des Oberschulamtes, dessen Tätigkeitsfeld die Aus- und Weiterbildung der Suchtpräventionslehrer aller Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis umfasst, wurde Willi Biemer im November 1991 zum Oberstudienrat ernannt. Bis 2003 wirkte er im Arbeitskreis Suchtprophylaxe sowie in einer Arbeitsgruppe zur Gewaltprävention an Schulen im NOK mit.
Ein neues Betätigungsfeld eröffnete sich ihm 1993 als Schuldekan des Dekanates Buchen, später als Mitglied der Strukturkommission zur Dekanatsreform und ab 2007 als Schuldekan des neu gebildeten Dekanates Buchen-Mosbach  bis 2009.
Als Fachbetreuer Religion leitete er neben den Fachkonferenzen am GTO auch ökumenische Fachkonferenzen mit Schulleitern und Religionslehrern aller Osterburkener Schulen sowie den Ortsgeistlichen.
Von 2001 bis 2003 war Willi Biemer als Fachberater für katholische Religion am Oberschulamt Karlsruhe tätig und wurde zum Studiendirektor ernannt. Außerdem wirkte er im Auftrag der Erzdiözese Freiburg bei der Erstellung von „Handreichungen“ zum neuen Lehrplan der gymnasialen Oberstufe mit.

Sein außerordentliches Engagement in der Schulentwicklung unterstreicht seine Mitgliedschaft in einer schulartübergreifenden Lehrergruppe (Comburger Kreis), die im Bereich des Staatlichen Schulamtes Hilfestellungen zum Thema „Der Übergang von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen. Hilfen für einen konfliktfreien Neuanfang.“ gaben. Darüber hinaus bereitete er als Mitglied der extracurricularen Gruppe am GTO u. a. pädagogische Tage vor und entwickelte maßgeblich die schulinternen Standards für die Unterstufe mit.

Mit der Bestellung zum stellvertretenden Schulleiter im Juni 2003 leitete Willi Biemer das GTO verantwortungsbewusst mit. Als leidenschaftlicher Verfechter des Ganztagsgymnasiums in gebundener Form kämpfte er zusammen mit dem Schulleiter erfolgreich um den Fortbestand der Schulform mit seinen ganztagsspezifischen Förder- und AG-Angeboten.
Durch die Mitwirkung bei der Deputatsplanung, Stundenplangestaltung und der Einarbeitung in datenverarbeitende Prozesse erweiterte er seine Fähigkeiten im verwaltungstechnischen Bereich.

Mit dieser Vita war es nicht überraschend, dass der Jubilar 2008 die volle Verantwortung für das GTO übernahm. Nicht erst seit dieser Zeit hat er die Schule nachhaltig geprägt.
Als Schulleiter ist ihm die Weiterentwicklung der Schule ein besonderes Anliegen. Dabei versucht er, alle am Schulleben Beteiligten zu hören und mit auf den Weg zu nehmen.
Bedeutende Projekte sind bereits unter seiner Leitung verwirklicht bzw. angegangen worden:
die Ausarbeitung des Leitbildes der Schule, die Zertifizierung als „Weiterführende Schule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“, der Abschluss von Bildungspartnerschaften mit den Firmen AZO, Sprügel und der Volksbank Kirnau, die Neugestaltung des Sportplatzes, die Errichtung eines Neubaus mit 7 Klassenzimmern, die Erneuerung des Mensa- und Aulamobiliars, multimediale Ausstattung aller Klassenzimmer, die Schaffung eines Lehrerarbeitsraumes, die Erneuerung des Sekretariatsbereiches, die Installation von Erlebnis- und Spielanlagen im Außenbereich.


Unzählige Fortbildungen ließen sein Wissen und seine Fähigkeiten weiter wachsen. Dabei profitiert er in seiner derzeitigen beruflichen Phase u. a. von Seminaren zur „Kollegialen Beratung in der Schule“ und zur „Führung von Zielvereinbarungsgesprächen“ oder von der Fortbildungsreihe „Management und Führungstraining für Schulleiter“.

Die Fremdevaluation im Jahr 2013 bescheinigte nicht nur allen am unmittelbaren Lehrprozess Beteiligten des GTO eine sehr gute Arbeit, sondern auch der Schulleitung.

Bewundernswert ist die Tatsache, dass Willi Biemer neben dem unermüdlichen Einsatz zum Wohle des Ganztagsgymnasiums Osterburken noch Zeit und Kraft findet, im außerschulischen Bereich als Mitglied des Ortschaftsrates von Götzingen, des Gemeinderates der Stadt Buchen, als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und als 1. Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Götzingen zur Flurneuordnung ehrenamtlich tätig zu sein.

Im Anschluss an die Laudatio gratulierte die Vertreterin des Örtlichen Personalrats Frau Oberstudienrätin Gertrud Prochazka dem Jubilar und dankte ihm im Namen des gesamten Kollegiums für die hervorragende Zusammenarbeit und übereichte ihm ein kleines Präsent.

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