Das Eingangstor zur „Hölle“ von Struthof

Exkursion ins Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

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Das Eingangstor zur „Hölle“ von Struthof (Foto: Bernhard Schell)

von Maren Baumgärtner

Eberbach (pm). Mitte Mai besuchten die Klassen 9a und 9b mit ihren begleitenden Lehrern Bernhard Schell, Michael Windorfer und Andrea Kircher im Rahmen des Geschichtsunterrichts das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im französischen Elsass. In der Nähe des Lagers, welches zwischen 1941 und 1945 als Straf- und Arbeitslager diente, gibt es große Vorkommen von seltenem rotem Granit, aus dem die Nationalsozialistische Hauptstadt „Germania“ gebaut werden sollte

Als die Schülerinnen und Schüler vom Bahnhof in Rothau, an dem früher die Häftlinge mit dem Zug ankamen, zu dem hoch in den Vogesen gelegenen Lager fuhren, wurden einige bereits nachdenklich. Dort angekommen, liefen sie durch den Regen zuerst zur Villa des KZ-Leiters, die ein wenig abseits lag, und dann schließlich zum eigentlichen Konzentrationslager. Etwa 52 000 Personen wurden direkt hierher oder in eines der Außenlager, von denen sich auch eines in Neckarelz befand, deportiert. Von ihren Geschichtslehrern wurde die Gruppe darüber informiert, dass die meisten im Lager wegen der dort herrschenden Lebensbedingungen aufgrund von Kälte, Mangelernährung und Krankheiten starben oder direkt ermordet wurden.

In dem Museum, welches in einem der noch erhaltenen Gebäude eingerichtet wurde, fanden sich Antworten auf viele Fragen. Anschließend liefen die Schüler noch zu dem 800m entfernten Steinbruch. Hier erfuhren sie, dass die KZ-Häftlinge den roten Granit unter menschenunwürdigen Bedingungen abbauen mussten. Zum Schluss machten sie noch einen Abstecher zur Gaskammer. Alle waren sehr betroffen, als sie all dies sahen, und froh, dass hier solche grausamen Dinge nicht mehr geschehen.

Infos im Internet: 

www.hsg-eberbach.de

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