Sinti und Roma in Deutschland heute

Europas größte Minderheit – nicht willkommen?

Mosbach. (dr) In fast allen Ländern Europas gibt es eine lange Tradition der Verfolgung und Diskriminierung von Sinti und Roma.  Während des Nationalsozialismus gipfelte dies im Völkermord. Mit der Zuwanderung von Roma nach Deutschland insbesondere aus Südosteuropa haben viele Bürger neue Ängste, dass die Zuwanderung das deutsche Sozialsystem überfordere und den Sozialstaat ruiniere.

Näheres Hinschauen zeigt, dass Differenzierung nötig ist: so muss bei der Zuwanderung zwischen der EU-internen aus Rumänien und Bulgaren und der Zuwanderung aus Serbien, Mazedonien und dem Kosovo unterschieden werden. Im letzteren Fall hängt die Bleibemöglichkeit der Menschen von einem Asylrecht ab, das in enger Auslegung nur auf politisch, d.h. staatlich Verfolgte Anwendung findet.

Wie kann eine Lösung der vielfältigen humanitären Probleme aussehen, die den europäischen Ansprüchen an die Verwirklichung der Menschenrechte gerecht wird?

Dazu veranstaltet das ver.di-Bildungszentrum in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz ein Podium. Es diskutieren: Herbert Heuß (Politikwissenschaftler beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg), Emran Elmazi (Vorsitzender von Amaro Drom/Interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nichtroma, Berlin) und Siegfried Huff (ver.di NRW).

Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 17. Juni um 19.30 im ver.di-Bildungszentrum Mosbach, Am Wasserturm 1-3 (Stadtteil Bergfeld) statt.

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