Vorgetäuschter Burger-King-Raub vor Gericht

Mosbach. (pm) Ab 07. Juli steht in Mosbach eine ehemalige Mitarbeiterin einer Fast-Food-Kette vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft der 41-jährigen Angeklagten vor, am 20.04.2010 in Stuttgart gegenüber Polizeibeamten der Wahrheit zuwider angegeben zu haben, von einem Unbekannter ausgeraubt worden zu sein, obwohl sie sich selbst an diesem Tag das angeblich als abhanden gekommene Geld ihres Lebensgefährten zugeeignet habe.

Außerdem legt die Staatsanwaltschaft Mosbach der Angeklagten zur Last, vor dem 15.12.2013 als Filialleiterin einer Gaststätte Geld aus den Kassenbeständen des Schnellrestaurants entwendet zu haben. Am nächsten Tag habe sie Polizeibeamten mitgeteilt, dass sie in den Kühlraum des Restaurants, dessen Temperatur minus 23 Grad betragen habe, verbracht, dort gefesselt und mit Wasser übergossen worden sei; anschließend hätten der oder die Täter die Tagesseinnahmen und Bargeld des Restaurants entwendet (NZ berichtete). Die Polizei bildete in den Folgetagen eine Sonderkommission und fand zunächst keine heiße Spur (NZ berichtete). Im Februar 2014 brachte eine DNA-Spur den Durchbruch und das mutmaßliche Opfer geriet als mutmaßliche Täterin in den Fokus der Ermittlungen (NZ berichtete)

Schließlich wirft die Staatsanwaltschaft Mosbach der Angeklagten vor, am 17.12.2013 als angebliches Opfer der Tat vom 15.12.2013 finanzielle Unterstützung bei einem Verein beantragt und von diesem erhalten zu haben.

Die Große Strafkammer ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt. Zum Termin sind sechs Zeugen und drei Sachverständige geladen. Für den Fortsetzungstermin ist der 10. Juli vorgesehen.

NOKZEIT berichtete:

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