Freie Wähler wollen Zusammenarbeit intensivieren

Starke Stellung in den Kommunalparlamenten

Neunkirchen. (bh) Groß war das Interesse der Freien Wähler, gemeinsam über die Ergebnisse der Kreistags- und Gemeinderatswahlen im Landkreis sowie über die weiteren Ziele der Wählervereinigung zu diskutieren. Zur Jahreshauptversammlung im Hotel Stumpf Anfang diesen Monats konnte Kreisvorsitzender Bruno Herberich dazu zahlreiche Mitglieder, Kreis- und Gemeinderäte begrüßen. Zu Beginn stellte Adam Frey, Vorsitzender des Ortsvereins Neunkirchen und Bürgermeisterstellvertreter, die Gemeinde mit ihren vielfältigen Handlungsfeldern vor.

Der Rückblick des Kreisvorsitzenden beleuchtete neben intensiven Wahlaktivitäten viele Unternehmungen und Begegnungen im Vorstand, mit der Kreistagsfraktion und in den Ortsvereinen. Besonders freuten ihn die Treffen mit den Ortsvereinen und der kommunalpolitische Workshop im Herbst letzten Jahres. Kassier Edgar Hellwig gab detailliert Auskunft über die Finanzen des Kreisverbands, was von Kassenprüfer Gernot Egolf bestätigt und zur Entlastung geführt wurde.

Für die aus dem Jahr 2001 stammende Satzung wurde ein neuer Satzungsentwurf vorgelegt. Seitens der Mitglieder wurde darüber rege gesprochen und diese, gemeinsam mit einer neuen Beitragsordnung, mit großer Mehrheit beschlossen. Unter anderem sieht die neue Satzung eine Öffnung und verstärkte Einbeziehung von unabhängigen Wählervereinigungen und Fraktionen vor, was insgesamt begrüßt wird.

Schließlich gibt es im Kreis, wie die Kommunalwahlen bestätigten, zusätzlich zu den organisierten Freien Wählern über hundert parteiunabhängige, freie Gemeinderätinnen und -räte. Dieses Ergebnis wurde allseits zufriedenstellend begrüßt, genau wie das Ergebnis der Kreistagswahl mit den neun gewählten Kreistagsmitgliedern. Trotz zurückgehender Wahlbeteiligung habe man das Ergebnis weitgehend gehalten.

Zu ihrer Wahl in den Kreistag wurden Heribert Fouquet und Eric Bachmann (Wahlkreis 1), Friedrich Bopp (WK 2), Thomas Ludwig und Hans-Peter von Thenen (WK 3), Marco Eckl (WK 4), Valentin Knapp (WK 5), Uwe Stadler (WK 6) und Leni Endlich (WK 7) beglückwünscht.

Einen besondere Freude war es den Anwesenden, den neugewählten Bürgermeister von Hardheim, Kreisvorstandsmitglied Volker Rohm, mit großem Applaus zu seiner Wahl zu gratulieren. Kreisvorsitzender Herberich freute sich, dass in Hardheim auch weiterhin ein Freier Wähler an der Gemeindespitze wirkt und das Amt in besten Händen ist. Zu den Wünschen gab es ein Weinpräsent.

Die ausscheidenden Mitglieder der Freie Wähler-Kreistagsfraktion, Gerhard Baar, Gabriele Berger-Seeliger, Friedolf Fehr, Wilhelm Götz, Karl Gruppenbacher und Martin Hahn, wurden mit einem „flüssigen Dankeschön“ für ihr Engagement verabschiedet. Ebenfalls Dankesworte hatte Vorsitzender Herberich auch an alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zu Wahl gestellt hatten. Sie alle hätten bewiesen, dass ihnen das allgemeine Wohl und die Entwicklung von Landkreis und Gemeinden am Herzen läge und sie bereit sind, sich zu engagieren.

Diesen Dank griff auch Bürgermeister Thomas Ludwig, der stellv. Vorsitzende der Kreistagsfraktion, bei seinem Resümee auf. Es gehöre Mut dazu, den Kopf aus der Masse zu stecken und Verantwortung zu wagen. Seitens der Kreistagskandidaten lobte er die gute Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen, die bis auf zwei weiße („schwarze“) Flecken, flächendeckend bestens gelaufen sei. Bei allem erforderlichen politischen Miteinander, sei man froh, dass auch in der Zukunft keine Abhängigkeiten zu Parteien und „großer Politik“ bestünden. Für diese parteiunabhängige Vertretung der Bürgerinnen und Bürger solle verstärkt Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden.

Zurückblickend auf die Wahlwerbezeit sei leider festzustellen, so Kreisrat Fouquet, dass die Resonanz seitens der Bürgerschaft hierbei eher gering gewesen wäre. Ähnlich sei es auch in anderen Wahlkreisen und Gemeinden gewesen, so die überwiegende Erkenntnis. Martin Hahn (Buchen) berichtete von Direkt-Mailings, Uli Halder (Obrigheim) von den Erfahrungen mit Facebook und dass die Resonanz größer sei, wenn es um konkrete Themen ginge. Edwin Henn (Limbach) plädierte für mutig-auffallende Prospektwerbung.

Bekannte Personen würden eher gewählt und eine dauerhafte Präsenz vor Ort trüge dazu bei, schilderte Valentin Knapp seine Erfahrungen. Herberich schließlich resümierte, dass es wichtig sei, den Dialog mit den Bürgern kontinuierlich zu pflegen und die interessierte Öffentlichkeit bei Themen und Entscheidungen auf den unterschiedlichsten „Kanälen“ einzubinden und mitzunehmen. Die sachorientierte Arbeit der Freien Wähler könne dabei ebenfalls bestens vermittelt werden. Und schließlich ginge es, insbesondere im Kreistag, auch darum, die Kontrollfunktion der Mandatsträger wahrzunehmen – nicht nur bei dem „in aller Munde-Thema“ Gesundheitseinrichtungen.

Mit Informationen vom Freie Wähler-Landesverband, dem Ausblick auf einen Workshop für Mandatsträger im Herbst und einen Themenabend „Presse“ sowie der Bestimmung von Limbach als nächstjährigem Tagungsort, schloss die Versammlung.

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