NOKZEIT berichtet aus Berlin

Hohenschoenhausen

Das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen stand am ersten Tag im Mittelpunkt unserer Berlinfahrt. (Foto: Hofherr)

Berlin. Auf Einladung der drei CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (Höpfingen), Margaret Horb (Osterburken) und Nina Warken (Tauberbischofsheim) starteten wir heute morgen um 4:50 Uhr mit einem Bus der Fa. Hettinger aus Rosenberg zu einer Berlinfahrt, die vom Bundespresseamt organisiert wird. Zielgruppe der Reise sind Personen, die mit (politischer) Berichterstattung zu tun haben. So sind neben Kolleg_innen der Tageszeitungen im Wahlkreis Odenwald-Tauber und der Pressesprecherin des Neckar-Odenwald-Kreis auch fünf Schüler_innen der Schülerzeitung Financial T(‚a)ime aus Tauberbischofsheim dabei.

Nachdem in Mosbach, Buchen und Tauberbischofsheim die knapp 30 Teilnehmer eingesammelt worden waren, ging es gemeinsam mit dem CDU-Kreisgeschäftsführer des Main-Tauber-Kreises Phillip Hess auf der A 81 in Richtung Würzburg und weiter auf A 7 und A 9 in die Bundeshauptstadt Berlin, wo zunächst im Stadtteil Hohenschönhausen im Sportler-Hotel Kolumbus das Mittagessen serviert wurde. Anschließend stand eine Führung im geheimen Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen auf dem Programm. Als militärisches Sperrgebiet war die Anstalt selbst DDR-Bürger_innen bzw. Ostberliner_innen bis zur Wende unbekannt. Auch nach der Wende wurde das Gefängnis weiterbetrieben. Der langjährige Stasi-Chef Erich Mielke durfte „seine“ Anstalt dann noch als  Insasse kennenlernen.

Fotoserie zur Berlin-Fahrt – (Fotos: Hofherr)

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Nach einer sehr eindrücklichen Führung, bei der zunächst erklärt wurde, dass die Anstalt nach dem Sieg über Hitler-Deutschland zunächst vom sowjetischen Geheimdienst NKWD betrieben wurde, um dort die Entnazifizierung der späteren DDR voranzutreiben, aber auch um Regimegegner mundtot zu machen, übernahm später die SED-Führung die Leitung. In dieser Zeit wurden bis 1989 politische Gegner des Regimes, meist völlig willkürlich und unschuldig, inhaftiert und mit subtilen Methoden und/oder Folter zu falschen Geständnissen gebracht. Die meisten Inhaftierten wurden in der Folgezeit vonseiten der BRD freigekauft. Insgesamt flossen 2 Milliarden Euro auf diesem Weg in die devisenschwache DDR.

Inzwischen beherbergt das ehemalige Stasi-Gefängnis eine vom Land Berlin und der Bundesrepublik Deutschland finanzierte Gedenkstätte mit 400.000 Besuchern jährlich.

Anschließend ging es mit dem netten Busfahrer weiter ins Hotel, wo in unmittelbarer Nachbarschaft das gemeinsame Abendessen den Tag beschloss.

Weitere Fotos sind auf unserer Facebookseite bereits zu sehen bzw. folgen hier nach dem Abendessen 😉

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