Wegen Junggesellenabschied Haus umstellt

Heilbronn. (ots) Dass der Dreh eines Junggesellenabschiedsvideos einen
Polizeieinsatz nach sich zieht, hätten sich fünf junge Männer auch
nicht träumen lassen. Am Sonntag, gegen 13.30 Uhr, wurde die Polizei
verständigt, dass aus dem Keller eines Hauses in Heilbronn seltsame
Laute und Geräusche zu hören seien. Anscheinend klang es so, als wenn
eine Person gefesselt und geknebelt würde. Natürlich forderte diese
Meldung sofort den Einsatz mehrerer Polizeistreifen. Wenig später
kamen auch die Beamten zu dem Ergebnis, dass hier offenbar eine
Entführung oder Geiselnahme vorliegen muss. In der Folge wurde das
komplette Haus umstellt. Die Einleitung weiterer Maßnahmen stand
unmittelbar bevor. Plötzlich verließen vier Personen das Gebäude, was
wiederum einen sofortigen Zugriff, also die vorläufige Festnahme der
vermeintlichen Täter erforderlich machte. Nachdem diese auch noch
Maskierungsmaterial dabeihatten, wurde die Sache immer obskurer. Des
Rätsels Lösung war jedoch rasch gefunden. Nachdem einer der Kumpels
in Kürze den Bund der Ehe eingehen wird, wollte man nicht die Braut,
sondern in diesem Fall „videogerecht“ den Bräutigam entführen und
dazu einen Film drehen. Als geeignete Location diente dabei der
Keller eines Wohnhauses. Der Tragweite ihres Tuns, waren sich die
jungen Männer sicherlich nicht bewusst. Dass ihr Filmdreh, weil
dieser zumindest geräuschmäßig in die Öffentlichkeit ausstrahlte,
deswegen zu einem größeren Polizeieinsatz führte, war nicht geplant.
Unabhängig davon wird derzeit seitens der Verwaltung geprüft, ob die
angefallenen erheblichen Polizeikosten im Rahmen der Gebührenordnung
den fünf Verursachern auferlegt werden. Der Mitteiler, welcher die
Geräusche zwangsläufig entsprechend einordnen musste, handelte durch
die umgehende Verständigung der Polizei trotz allem richtig und
angemessen.

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