5. OB-Check Mosbach – Studierende

Michael Jann

(Foto: pm/Archiv)

Mosbach. Als einziger Kandidat steht Amtsinhaber Michael Jann am Sonntag, den 29.06.14, auf dem Stimmzettel der Oberbürgermeisterwahl in Mosbach. Der Wahlausgang ist somit bereits im Vorfeld klar, denn ohne Gegenkandidat wird OB Jann für weitere acht Jahre auf den Chefsessel im historischen Mosbacher Rathaus gewählt. Dennoch war er bereit, sich den Fragen des NOKZEIT-(Ober)Bürgermeister-Checks zu stellen.

Nach den Ausführungen zur Energiewende geht es heute um die Student_innen-Stadt Mosbach.

5 . Mosbach ist mit der Dualen Hochschule eine Studentenstadt geworden. Dennoch beklagen junge Studierende das mangelnde Interesse an den Studierenden vonseiten der Stadt. Wie stehen Sie zu dieser Kritik? Was tut Mosbach für die DHBW und die Student_innen.

OB Michael Jann: Diese Frage hat für mich zunächst einmal einen Bezug zu der Frage 5 (wir berichteten), wo die Befürchtung geäußert wird, Mosbach könnte zur Seniorenkommune werden. Diese Befürchtung teile ich nicht, da wir mit 3.200 Studenten am Standort Mosbach durchaus sehr viele junge Menschen vor Ort haben. Nun zum eigentlichen Kern, nämlich dem Vorwurf, die Stadt zeige mangelndes Interesse an den Studierenden. Dies mag im einen oder anderen Fall in der Vergangenheit so gewesen sein. Doch das Verhältnis zwischen Studentenvertretung und Stadtverwaltung hat sich deutlich gebessert, seit man in regelmäßigen Austausch ist.

Dies fängt damit an, dass man bei der Erstsemestereinschreibung mit dem Meldeamt vor Ort ist, setzt sich dann fort, dass der Oberbürgermeister künftig die Studienanfänger selbst begrüßt und die Erstsemesterfete seit einigen Jahren in der Alten Mälzerei stattfindet. Zudem erhält jeder Erstsemesterstudent ein Gutscheinheft mit Angeboten der örtlichen Händler, Vereine und der Stadtwerke. Unser Sportbeauftragter spielt auch eine wichtige Rolle, da er zusammen mit den örtlichen Sportvereinen spezielle Angebote für die Studenten entwickelt hat, die gut nachgefragt werden. Mittlerweile sind Studenten sogar für die Zeit ihres Studiums Mitglied in der hiesigen freiwilligen Feuerwehr geworden. Daran erkennt man, dass das Interesse an ihrer „Heimat auf Zeit“ natürlich auch vorhanden sein muss. Auch hier ist – so meine ich – noch „Luft nach oben“, wie sich bei der gemeinsam von Studentenvertretung, Stadtmarketing und Mosbach Aktiv durchgeführten langen Einkaufsnacht für Studenten gezeigt hat.
Was tut Mosbach für die DHBW und die Studenten? Sich zum Beispiel mit vereinten Kräften gegen die Abspaltung von Heilbronn wenden und zusammen mit dem damaligen Rektor und dem Hochschulratsvorsitzenden in Stuttgart beim Wissenschaftsministerium dafür sorgen, dass ein Neubau für acht Millionen Euro nach Mosbach kommt. Oder zusammen mit dem Landkreis für den Bau der Mensa und der Bibliothek gesorgt zu haben. Ebenso alternative räumliche Entwicklungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Johannes Diakonie entwickelt zu haben. Das Thema räumliche Entwicklung ist auch noch nicht abgeschlossen, sondern wird uns auch noch in den nächsten Jahren beschäftigen, wobei viele Dinge oftmals auch unbemerkt von der Öffentlichkeit ablaufen. Als nächstes auf der gemeinsamen Agenda von Hochschule und Stadt steht auf jeden Fall das Projekt Studentenwohnheim und damit auch die einhergehende partielle Lösung der Parkplatzproblematik.

Wichtig ist für mich, dass wir weiterhin im Dialog mit Hochschule und Studierenden sind, um anstehende Probleme frühzeitig in Angriff zu nehmen und geeignete Lösungen zu finden.

OB-Check auf NOKZEIT:

  1. Warum Sie? – www.NOKZEIT.DE/1-oberbuergermeister-check-mosbach-warum-sie/
  2. Vision, Wirtschaft, Wandel – www.NOKZEIT.DE/2-ob-check-mosbach-vision-wirtschaft-wandel/
  3. Haushaltspolitik – www.nokzeit.de/3-ob-check-mosbach-haushaltspolitik/
  4. Energiewende – www.nokzeit.de/4-ob-check-mosbach-haushaltspolitik/

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