Weitere Festnahme im Fall der Feuerleiche

Heilbronn. (ots)  Nachdem am Samstag ein festgenommener 26-jähriger Tatverdächtiger (NZ berichtete) nach Invollzugsetzung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert worden war, ergaben sich am Sonntag im Rahmen weiterer polizeilicher Maßnahmen Erkenntnisse auf einen zweiten Tatverdächtigen. Während der Vernehmung eines 28-jährigen, nicht im Stadt- und Landkreis Heilbronn wohnhaften Mannes erhärtete sich gegen diesen der Verdacht, bei der Sicherung der Tatbeute sowie der späteren vorsätzlichen Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen steht der am Samstag inhaftierte 26 Jahre alte Mann im Verdacht, am Abend des 21. Juni 2014 in Heilbronn-Horkheim, einem 39-Jährigen in dessen Wohnung tödliche Stichverletzungen zugefügt zu haben. In der Folgezeit soll er zusammen mit dem 28-Jährigen die EC-Karte des Opfers zu einem Abhebeversuch eingesetzt haben. Außerdem wurden aus der Wohnung des Opfers noch hochwertige Elektroartikel, darunter ein großer Flachbildfernseher und andere Unterhaltungselektronik, entwendet, ehe am vergangenen Dienstag schließlich in der Wohnung des 39-Jährigen ein Feuer gelegt wurde.

Der seit Sonntagabend tatverdächtige 28-Jährige wurde am Montag dem Haftrichter vorgeführt, welcher auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftbefehl wegen Beihilfe zur besonders schweren Brandstiftung und zum versuchten Computerbetrug erließ und gegen Auflagen außer Vollzug setzte.

Die Tatwaffe wurde bisher noch nicht aufgefunden. Weitere Ermittlungen, insbesondere ob oder auf welche Art der 28-jährige Tatverdächtige auch an dem Tötungsdelikt beteiligt war, sind noch im Gange.

An den Ermittlungen der in Heilbronn ansässigen Sonderkommission „Pirol“, die durch Kriminaloberrat Edwin Lust geleitet wird, sind seit Dienstag letzter Woche insgesamt 35 Polizeibeamte beteiligt, die während der vergangenen Tage nahezu rund um die Uhr im Einsatz waren. Die Heilbronner Kriminalpolizei wird hierbei durch Beamte der Kriminalkommissariate Mosbach, Künzelsau und Tauberbischofsheim unterstützt.

Der Heilbronner Polizeipräsident Hartmut Grasmück zeigte sich sehr zufrieden über den raschen Ermittlungserfolg und lobte die engagierte und akribische Arbeit der SOKO: „Die schnelle Aufklärung eines solch schwerwiegenden Deliktes unterstreicht eindrucksvoll die Leistungsstärke unseres neuen Polizeipräsidiums“.

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