GTO-Bigband musizierte in Riesa

24. Schülertreffen Sachsen-Baden-WürttembergMusik und Kunst

von Elisa Flös und Olaf Dünkel

GTO in Riesa

(Foto: privat)

Osterburken/Riesa. Mit einer großen Busladung an Instrumenten und guter Laune startete die Bigband des Ganztagsgymnasiums Osterburken (GTO) eine mehrtägige Reise nach Riesa ins Bundesland Sachsen. Die in der ehemaligen DDR gelegene Elbstadt hatte sie und andere Gruppen aus Baden-Württemberg zur 24. Schülerbegegnung für Musik und Kunst eingeladen.

Die Geschichte dieser traditionsreichen Schülerbegegnung beruht auf der Idee, jungen Menschen des früheren Westens und Ostens Deutschlands einander freundschaftlich auf dem Weg von Musik, Kunst und Sport näherzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, alte Mauern abzubauen. Ganz in diesem Sinne wurden die Osterburkener mit offenen Armen in Gastfamilien aufgenommen und die ganze Woche über kostenlos versorgt.

Schnell ließ das gemeinsame Proben und Wohnen mit den Schülern aus Riesa alle vorausgegangenen Ängste oder Befürchtungen spurlos verschwinden und schaffte Raum für neue Freundschaften. Auch der Kontakt zu den Gasteltern verbesserte sich im Laufe der Woche immer mehr und ließ interessante und schöne Gespräche zu. Deswegen war die Schülerbegegnung wahrlich nicht nur eine Begegnung einer Altersgruppe, sondern brachte auch verschiedene Generationen zusammen.

Als erste öffentliche Attraktion brachten alle teilnehmenden Schüler zwei erfolgreiche Eröffnungskonzerte auf die Bühne, gefolgt von einem großartigen Abschlusskonzert. Neben den zahlreichen Proben hierfür bot sich den Teilnehmern ein breites Band an Unternehmungen: Führungen durch eine Nudelfabrik und ein Kloster, zwei Begegnungspartys sowie genügend Freizeit, um mit der Gastfamilie oder auf eigene Faust die Stadt und Umgebung zu erkunden. Da konnte dann auch mal das eine oder andere organisatorische Problem auftreten, das aber durch vereinte Bemühungen stets schnell bewältigt wurde.

Kooperation und Zusammenarbeit – die nicht nur in der Organisation, sondern auch künstlerisch Erstaunliches hervorbrachte. Die gemeinsam erarbeiteten Stücke der Bigband des GTO, der Musikschulbigband aus Riesa sowie mehrerer Tanzgruppen waren ein mitreißender Programmpunkt des Abschlusskonzertes, der den Geist der Begegnung unmissverständlich ins Publikum transportierte. „Da gibt es keine Vorbehalte mehr zwischen uns. Für uns Schüler ist die Grenze zwischen Ost und West wirklich Geschichte – das zeigte diese Begegnung der besonderen Art“, waren sich die Teilnehmer einig.

Die Menge unvergesslicher Momente und Erfahrungen, welche die jungen Musiker mit nach Hause brachten, ist ein Zeichen für die Verbesserung und Vervollkommnung der sächsisch-baden-württembergischen Partnerschaft, die im folgenden Jahr – dem 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit – in Heidelberg stattfindet und sicherlich weitere Jugendliche zusammen bringen wird.

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