„Klingenden Weinlese“ in Mudau

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(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Neue Wege in der Konzertgestaltung ging der Gesangverein Frohsinn 1842 Mudau mit seiner „klingenden Weinlese“ in der gut besuchten und wunderschön herbstlich geschmückten Odenwaldhalle. Das ansprechende Motto gab dabei schon erste Hinweise auf eine humorvolle und schwungvolle Liedauswahl bei besten Weinen und dazu passenden kulinarischen Leckereien.

Wolfgang Radauscher gab als 1. Vorsitzender des gastgebenden Klangkörpers im Rahmen seiner Begrüßung das Versprechen auf einen unterhaltsamen Abend und damit den zweiten Hinweis und alle vier auftretenden Chöre lösten dieses Versprechen ein wie der Reaktion des begeisterten Publikums zu entnehmen war. Darunter neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger auch absolute Gesangs- und Chorexperten wie den Ehrenvorsitzenden des Sängerkreises Buchen Leonhard Heck, die derzeitige Sängerkreisvorsitzende Andrea Egenberger-Henn, Ehrenchorleiter Bernold Ballweg und Ehrenvorsitzenden Gerhard Kistner. Die angenehm spärliche Moderation sorgte dafür, dass die Musik für sich sprechen konnte und noch mehr in den Vordergrund rückte.

Eröffnet wurde das Programm durch den Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau unter seinem Chorleiter Gerhard Bönig mit dem schwungvollen Gassenhauer „Wir machen Musik“. Dieser Ankündigung kamen die Mudauer Sänger mit fröhlichen Arrangements und anspruchsvollen Stücken wie „Schön ist das Leben“, „Bacchus“, „Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller“, „Das Testament“, „Der neue Jahrgang“, „Türkisches Schenkenlied“, „Rossinaniana“ sowie „Füllt auf Eure Gläser“ und nicht ohne Zugabe nach. Nicht weniger einfallsreich bezüglich ansprechender und ausgefallener Arrangements präsentierten sich die beiden Gastchöre aus Sulzbach. Dabei glänzten die Sänger vom Gesangverein „Liederkranz 1863“ unter Dirigent Tino Lauber und 1. Vorstand Rolf Nohe mit „Frisch gesungen“, „Männer mag man eben“, „Auf einem Baum ein Kuckuck“, „Halt mich“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Chianti“. International und überwiegend sehr modern klangen die Stücke des Frauenchors „Amicanti“ unter Chorleiter Jochen Thurn und der 1. Vorsitzenden Susanne Kern.

Sie begannen mit „You raise me up“ und „Das Beste“ bevor sie spätestens bei „Dancing Queen“ Bewegung auf die Bühne brachten, die sie im „Hallelujah“, bei „Für alle“ und „An Tagen wie diesen“ beibehielten. Auch hier war die Zugabe „Ein Kompliment“ praktisch vorprogrammiert und unausweichlich. Den Vogel des Abends schossen aber wie so oft die Sänger vom „Kleene Bus“ Mudau unter musikalischer Leitung von Gerhard Bönig ab. „Fpaniff“ – nein es ist kein Schreibfehler, sondern ein ebenso schwierig auszusprechender wie lustiger Liedtext über einen jungen Mann mit Sprachfehler, der diesen mit Hilfe eines cleveren Managers zum Hit macht. „Kann man Frauen trauen“, präsentierte dann Solist Uwe Lenz als gesangliche und schauspielerische Glanzleistung mit Unterstützung seiner Sängerkollegen bevor man schwungvoll mit „Viva la Companeia“ die Einlage des „Kleene Bus“ schloss. Mit einem Dank an alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten lud Wolfgang Radauscher das begeisterte Publikum ein, bei einem weiteren guten Glas Wein und möglicherweise gemeinsamem Gesang den Abend ausklingen zu lassen. 

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