Jugendtreff Bahnhof soll gerettet werden

Mudau. (lm) Dass der Gründungsgeneration der Mudauer Jugend – ehemals „Bahnhof“ – die auf der Tagesordnung stehende Auflösung „ihres Vereins“ so wenig egal ist, wie der jetzt nachrückenden Jugend zeigte sich an dem überdurchschnittlichen Besuch der jüngsten „Jahreshauptversammlung“ – bzw. dem Versuch eine solche durchzuziehen – im Lesesaal des Mudauer Rathauses.

Leider hatte sich die jüngste Vorstandschaft total überschätzt und dann auch nicht rechtzeitig um Hilfe gebeten als sie merken mussten, dass da einiges aus dem Ruder läuft. Erst die massive Aufforderung des Amtsgerichts, die Jahreshauptversammlung unter Angabe des Punktes „Auflösung des Vereins“ bis zu einem bestimmten Zeitpunkt durchzuführen, brachte Bewegung in die Geschichte und in die „Altmitglieder“.

Vorsitzender Matthias Geiger und seine Vorstandskollegen drückten sich nicht vor dieser Jahreshauptversammlung und hörten sich die diversen Vorschläge und Fragen der Anwesenden an. Offensichtlich waren sie beruflich so eingespannt, dass sie weder eine ordentliche Organisation bei der Belegung und Pflege der Räumlichkeiten im Bauhof hatten aufstellen können, wodurch diese inzwischen schlichtweg unbewohnbar geworden sind, noch bewältigten sie die finanziell notwendigen Veranstaltungen oder die ordentlich Führung eines Kassenbuchs, wobei aber alle Belege vorhanden seien.

Nun ist ein Schnitt mit einem kompletten Neuanfang angedacht. Erfahrene „alte Hasen“ wie Christoph Müller von der Gemeinde, Ortsvorsteher Sigfried Buchelt sowie einige Gründungsmitglieder des Vereins nahmen das Wort in die Hand und schlugen vor, mit Hilfe der Altmitglieder die Regularien wie Bericht des Vorsitzenden und Kasse vorzubereiten. Zeitgleich wird sich die nachrückende Generation (15 Personen an der Zahl) mit der Vorbereitung von Neuwahlen und einem stimmigen Konzept in Kooperation mit dem Kreisjugendreferenten auseinandersetzen, damit der ordentliche Ablauf der vom Amtsgericht angesetzten Jahreshauptversammlung dann im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung in 14 Tagen stattfinden kann.

Keiner freundete sich auch nur mit dem Gedanken einer Auflösung an, in diesem Punkt waren sich alle einig. Mit vereinten Kräften sollen die Räumlichkeiten im Bauhof entrümpelt, gesäubert, renoviert und neu eingerichtet werden. Bei der Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel mit Hilfe von diversen Fördergeldern werden Ortsvorsteher und Gemeinde durch Vorschläge und mögliche Antragstellungen behilflich sein, bei der Men-Power sind die „Altmitglieder“ bereit, mit anzupacken und die neue Generation bemüht sich außerdem bis zur nächsten Sitzung um ein sinnvolles und stimmiges Konzept, das auch realisierbar ist, mit dem Versprechen, rechtzeitig nachzufragen und um Hilfe zu bitten, falls es notwendig wird.

Denn wie Christoph Müller zusätzlich erläuterte, seien in der Gesamtgemeinde sieben Jugendtreffs eingerichtet und sechs davon arbeiten hervorragend, seien teilweise sogar für ihre Qualität ausgezeichnet worden. Mit ein wenig Herzblut und einem klaren Konzept sollte das auch in der Kerngemeinde wieder möglich sein.

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