Subventionierte Gewerbeflächen am Bahnhof Seckach

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Das neu erschlossene Gewerbegebiet Bahnhof. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Nach der Wahl der Ortschaftsräte und deren anschließenden Vorschlag stimmte der Seckacher Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig den Ernennungen zu neuen Ortsvorstehern der Gemeinden Großeicholzheim und Zimmern zu. Für die Gemeinde Großeicholzheim wurde als Ehrenbeamter auf Zeit Reinhold Rapp zum Ortsvorsteher gewählt, dem Edwin Fehr als Stellvertreter zur Seite stehen. Ortsvorsteher in Zimmern wurde Josef Ackermann mit Siegfried Barth als Stellvertreter.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte der Gemeinderat der Änderung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar, Teilregionalplan Windenergie zu. Hierbei ging es um die Festlegung von Vorrangflächen für die Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen (wir berichteten). Nach einer ausführlichen Standortpotentialanalyse wurden die Stellungnahmen aus der danach durchgeführten frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung im Gemeindeverwaltungsverband Seckachtal (Adelsheim und Seckach) abgewogen. Dabei hatten sich für die Gemeinde Seckach die zwei Standorte „Spitzenwald“ auf Gemarkung Großeicholzheim und „Im oberen Kamm“ auf Seckacher Gemarkung herauskristallisiert.

Beschlossen wurde auch für das neue Gewerbegebiet „Am Bahnhof“ ein Verkaufspreis für erschlossenes Baugelände in Höhe von 25 Euro pro Quadratmeter. Die Sanierung der Bahnhofstraße mit Erschließung dieses Gewerbegebietes – Größe ca. 2.700 qm – mit Gesamtkosten von 2.220.700 Euro wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt. Nachdem nun auch eine Kostensicherheit vorliegt orientierte man sich am Gewerbegebiet RIO in Osterburken und legte einen Verkaufspreis von 25 Euro je Quadratmeter als Verkaufspreis fest, obwohl Gemeinderat Alexander Winter sogar für einen noch niedrigeren Preis plädierte, weil man sich bezüglich der Infrastruktur nicht mit Osterburken messen könne. Denn wie der Bürgermeister ausführte, habe man für dieses Gebiet eine andere Zielgruppe als es der RIO anstrebe. Nach Berechnung der Gesamtkosten mit Zuschussberechnung, Klärbeitrag und der Grundstücksgröße wäre eigentlich ein Grundstücksverkaufspreis von 60 Euro pro Quadratmeter notwendig gewesen, der aber auf dem Markt nicht durchsetzbar sei, so der Verwaltungsvorschlag.

Der Gemeinderat und die Verwaltung beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit zusammen mit der Leitung und den Gremien der Seckachtalgrundschule mit der bedarfsgerechten Weiterentwicklung der dortigen Betreuungsangebote. Als erste Schritte wurden zum 1. November 2013 eine Flexibilisierung der Verlässlichen Grundschule vorgenommen und zu Beginn des Schuljahres 2014/15 an zwei Tagen in der Woche eine durchgehende Schulkindbetreuung eingeführt. Beide Angebote werden tatsächlich auch in Anspruch genommen, so Bürgermeister Ludwig. Mit dem forcierten Ausbau der Ganztagesangebote  vor allem im Grundschulbereich in den kommenden Jahren durch das Land Baden-Württemberg wurde auch festgelegt, dass die Grundschulen den ersten Ausbauschwerpunkt darstellen sollen. Demnach kann grundsätzlich zwischen einer „geschlossenen“ und einer „offenen“ Form gewählt werden. Dies sind Betreuungsangebote von „an drei Tagen je sieben Stunden“ bis „an vier Tagen je acht Stunden“ möglich und das Angebot muss von mindestens 25 Schülern wahrgenommen werden. Im Nachgang zu einer durchgeführten öffentlichen Informationsveranstaltung in der Seckachtalschule führten Schule und Gemeindeverwaltung bei den Eltern der Grundschulklassen 1 und 2 sowie der beiden älteren Kindergartenjahrgänge eine entsprechende Umfrage durch. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen nun in den schulischen Gremien und in einer Klausurtagung des Gemeinderates mit abschließender Beratung und Beschlussfassung in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung mehrheitlich umgesetzt werden.

Weiter beschloss der Gemeinderat nach Vorstellung durch Kämmerer André Kordmann für das Rechnungsjahr 2013 Haushaltsreste als nicht verbrauchte Haushaltsmittel zu bilden. So Haushaltsausgabereste im Verwaltungshaushalt in Höhe von 49.100 Euro, Haushaltsausgabereste im Vermögenshaushalt von 2.168.200 Euro und Haushaltseinnahmereste im Vermögenshaushalt in Höhe von 1.661.200 Euro. Unter dem Punkt Anfragen aus den Reihen der Gemeinderäte, wollte Martin Müller anregen, dass man am Ball bleibt wegen des Baus der Transversale, wenn der Adelsheimer Tunnel geöffnet wird. Denn bis es soweit ist, wird Seckach eine der Gemeinden sein, die ein Vielfaches an Verkehr zu verkraften hat. Doch wie der Bürgermeister betonte, gibt es bis jetzt noch keinen Planfeststellungsbescheid und das sei der erste von vielen Schritten, die notwendig wären, um die Transversale zu realisieren. Doch je länger das dauert, desto länger werden Seckach und Bödigheim belastet sein. 

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