4. Kommunale Gesundheitskonferenz

Mosbach. „Wir wollen das Thema Gesundheit als zentralen Standortfaktor ins öffentliche Bewusstsein rücken und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung durch öffentlichkeitswirksame Aktionen und Projekte schärfen. Das ist und bleibt unser Ziel.“ Unter dieser Prämisse lud Landrat Dr. Achim Brötel Vertreter der örtlichen Institutionen und Einrichtungen aus Gesundheitsförderung und Prävention sowie Vertreter des Kreistags zur jährlichen Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Neckar-Odenwald Kreises ein. Die fand im Übrigen schon zum vierten Mal statt.
Daniela Müller von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz präsentierte in einem Tätigkeitsbericht die Projektarbeit 2014.
Dazu zählt eine groß angelegte Impfkampagne, in deren Rahmen Aufklärungsarbeit geleistet und mit der gegen eine sich abzeichnende Impfmüdigkeit entgegengewirkt wurde. Dieses Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Gesundheitswesen des Landratsamtes und mit Unterstützung des Staatlichen Schulamt Mannheim, der Kinderärztin Susanne Herberg sowie des Rotary-Club Mosbach-Buchen durchgeführt worden. Den Auftakt bildete die Infoveranstaltung „Impfen – Wieso? Weshalb? Warum?“ im Landratsamt. Neben weiteren Aktionen in der europäischen Impfwoche wurde die Schulaktion „Macht den Impfcheck- Schützt Euch! Und Andere!“ konzipiert und an mehreren Schulen im Landkreis durchgeführt.
Bereits 2012 wurde durch die kreisweite AED-Initiative damit begonnen, das Thema „Erste Hilfe“ verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Inzwischen sind über 120 Standorte von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Landkreis bekannt. Die Verbesserung der Laienreanimationen ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Vor diesem Hintergrund riefen die Verantwortlichen der Kommunalen Gesundheitskonferenz erneut zur Teilnahme an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ auf. In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz, PD Dr. Harald Genzwürker und der Sparkasse Neckartal-Odenwald wurden in kreisweit elf Gemeinden Aktionen wie öffentliche Reanimationstrainings und Vorträge „Wie reanimiere ich im Notfall?“ angeboten. Dr. Harald Genzwürker regte an, hier unbedingt anzuknüpfen und die „Woche der Wiederbelebung“ auch weiterhin als „Aufhänger“ zu nutzen. Fahrenbachs Bürgermeister Jens Wittmann bestätigte die rundum positive Resonanz der Aktionen: „Bei uns ist das sehr gut angekommen.“
Ein weiteres Projekt war der Gesundheitstag, der erst kürzlich im Rahmen der Neckar-Odenwald-Tage in Schefflenz stattfand und sich an Jugendliche der 8. Klassen richtete. 130 Schülerinnen und Schüler konnten sich an 20 Stationen über die Themenbereiche „Ernährung und Bewegung“ informieren und vor allem auch selbst aktiv werden. Zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Hanna Bender, den Fachdiensten Gesundheitswesen und Landwirtschaft vom Landratsamt, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald, der DAK und örtlichen Vereinen aus Schefflenz konnten diese 20 abwechslungsreichen Stationen auf die Beine gestellt werden.
Im Ausblick auf 2015 präsentierte Daniela Müller schließlich die Erstellung eines Gesundheitswegweisers, der in der Vorplanung ist. Tatsächlich gibt es im Neckar-Odenwald-Kreis bisher keine gebündelten Informationen zum medizinischen und gesundheitlichen Angebotsspektrum im Landkreis. Weshalb die SPD-Fraktion im Kreistag die Konzeption und Herausgabe eines Gesundheitswegweisers beantragt hat. „Diesen Antrag haben wir sehr gerne aufgenommen“, erklärte Landrat Dr. Achim Brötel dazu: „ Denn nur wer weiß, welche konkreten Angebote es vor der Haustür bzw. im Kreis gibt, der kann sie auch gezielt nutzen.“ Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Kreisrätin Lochmann, ergänzte: „Ich freue mich, dass unsere Anregung auf fruchtbaren Boden gefallen ist.“
Abschließend bedankte sich Landrat Dr. Brötel bei allen Kooperationspartnern und rief die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz dazu auf, auch weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsstelle zu bleiben: „Wir sind immer dankbar für Ideen und Anregungen, aus denen vielleicht künftige Projekte entstehen können.“

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