150 Jahre Kreis- bzw. Landgericht Mosbach

 Landgericht Mosbach

(Foto: pm)

Mosbach. (pm) 1864 führte das Großherzogtum Baden eine Justizreform durch. Mit dem Großherzoglichen Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 19.05.1864 wurde die Trennung der Rechtspflege von der Verwaltung bestätigt. Das Gesetz enthielt die rechtsstaatlichen Garantien der Mündlichkeit und Öffentlichkeit des Verfahrens. Die Gerichtsbezirke wurden durch die Großherzogliche Vollzugsordnung vom 12.07.1864 nach Zentralorten neu gegliedert. Unter dem Oberhofgericht in Mannheim wurden als Mittelinstanz 11 Kreisgerichte gebildet, wobei Mosbach, wie auch 5 weitere Kreisgerichte, ausschließlich als Kollegialgerichte erster Instanz in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und als Rekursgerichte für die von den Amtsgerichten erlassenen Straferkenntnisse dienten. Der Amtsbezirk des Kreisgerichts Mosbach umfasste neun Amtsgerichtsbezirke, nämlich Adelsheim, Boxberg, Buchen, Eberbach, Gerlachsheim, Mosbach, Tauberbischofsheim, Walldürn und Wertheim.

Im Oktober 1864 nahm das Kreisgericht Mosbach als Vorläufer des heutigen Landgerichts seine Arbeit  auf. Dem Gericht gehörten insgesamt sieben Richter unter Einschluss des Direktors Freidrich Seger an. Für die 1864 ernannten Richter galt uneingeschränkt Residenzpflicht.

Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 trat am 01.10.1879 das neue rechtseinheitliche Gerichtsverfassungsgesetz in Kraft, das die Einrichtung von Landgerichten vorsah. Im Zug dessen erfolgte ein Umbenennung vom Kreisgericht zum Landgericht Mosbach.

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