Kampfsportler trafen sich in Mudau

Sukuno Ryu1018 001

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Mit einer unglaublichen Konzentration folgten lernwillige Kampfkunstschüler im Alter von 8 bis 72 aus ganz Deutschland im Rahmen eines internationalen Gugel-Gedenklehrgangs im Kampfkunstzentrum Sukuno-Ryu in Mudau den Anweisungen der Referenten, die allesamt wie Ronald Schwab auch direkte Schüler der 2006 verstorbenen Kampfkunstlegende Großmeister Alfred Gugel (8. Dan) waren.

Dieser war maßgeblich an der Verbreitung des Nippon-Jiu-Jitsu in Deutschland und der Schweiz beteiligt. Als Stilbegründer von Yaku-Kobu-Jitsu hat er ein System geschaffen, in dem der Stockkampf, das Messer, das Seil, der Nervenstock und Nervenpunkte ganz neue Dimensionen in der Selbstverteidigung erhielten. Gugel gründete vor mehr als dreißig Jahren den Verband „Jui-Jitsu-International“, den er 2005 in „Federation of Nippon-Jiu-Jitsu & Yaku-Kobu-Jitsu“ umbenannte. Seine unermüdliche Arbeit innerhalb des Verbandes schuf einen standardisierten Rahmen, um die von ihm bis ins Detail verfeinerten Techniken möglichst Vielen zugänglich zu machen,. Es war ihm immer ein Bedürfnis, gerade auch bei Lehrgängen des Verbandes sein Wissen weiter zu vermitteln.

Nach seinem Tod wurde sein Werk bis 2013 von Jürgen Beck weiter geführt, seit 2013 trägt der Mudauer Ronald Schwab diese Verantwortung. Um so mehr freute es ihn, seinen Vorgänger im Amt des Verbandsvorsitzenden, den Soke Jürgen Beck (Karlsruhe, 8. Dan) zusammen mit Jürgen Beck jr. (5. Dan), Hans Wicki (Schweiz 4. Dan), Armin Limacher (Luzern/CH, 4. Dan), Thomas Fink (4. Dan) sowie aus Mudau Michael Erdöffy und Thomas Noe (beide 3. Dan) als Referenten begrüßen zu dürfen. Und diese verstanden es spielend, die Teilnehmer zu begeistern und mit Übungen bei der Stange zu halten. Schließlich lag der Schwerpunkt der Techniken in der Effektivität und Präzision bei deren Ausführung. Und nach intensiven vier Stunden Training rundete ein Filmbeitrag über Wirken und Leben von Alfred Gugel den ersten Trainingstag harmonisch ab, bevor es Ronald Schwab noch eine Ehre war, zwei verdiente Verbandsehrungen durchzuführen. Hans Wicki wurde sein vierzigjähriges und Armin Limacher für sein dreißigjähriges Mattenjubiläum ausgezeichnet. Gleichzeitig verlieh ihnen Verbandsvorsitzender Schwab unter dem Beifall der Lehrgangsteilnehmer den 5. Dan im Nippon-Jui-Jitsu.

Die perfekte Bewirtung mit gesunden und Energie spendenden Snacks lag in den bewährten Händen des Orga-Teams um Anita Schwab. 

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