Ritterschlag für „Helle Köpfe“

Präventionsprojekt für junge Radler im Neckar-Odenwald-Kreis in
Berlin ausgezeichnet

Mosbach. (ots)
Mit Freude und Stolz vernahm man bei der Präventionsaußenstelle
Mosbach des Polizeipräsidiums Heilbronn dieser Tage die Kunde, dass
man mit dem Projekt „Helle Köpfe – Mir geht ein Licht auf!“ zu den
Preisträgern der Aktion Kinder Unfallhilfe e.V. „Der Rote Ritter
2014“ nominiert wurde. Unter bundesweit 96 Bewerbungen wurde das
Projekt des Neckar-Odenwald-Kreises von einer hochkarätig besetzten
Jury als eines von insgesamt neun herausragenden Projekten
ausgewählt. Mit dem Präventionspreis „Der Rote Ritter“ fördert der
Verein auf Bundesebene alle zwei Jahre herausragende Projekte, die
dazu beitragen, Kinder sicherer durch den Straßenverkehr zu lotsen.
Gerade die Unfallverhütung stellt eine der wichtigsten Aufgaben der
„Aktion Kinder-Unfallhilfe“ dar. Bei der diesjährigen
Preisverleihung, die beim Bundesverkehrsministerium in Berlin
stattfand, konnten der Leiter des Führungs- und Einsatzstabes des
Polizeipräsidiums Heilbronn, Leitender Polizeidirektor Hans Becker,
sowie die beiden Initiatoren des Projekts Polizeihauptkommissar
Werner Broßmann und Polizeikommissar Manfred Ritzhaupt aus den Händen
von Frau Staatssekretärin Katherina Reiche die Auszeichnung
entgegennehmen. Neben einer Urkunde war der Preis mit einer
Geldspende verbunden. „Die Sicherheit der Kinder, insbesondere bei
der Radfahrausbildung, ist schon seit Jahren ein Hauptbestandteil der
vernetzten Präventionsaktivitäten im Neckar-Odenwald-Kreis und nicht
zuletzt diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir uns hier auf dem
richtigen Weg befinden“, so Hans Becker.

Diese Ehrung stellt schon die zweite Auszeichnung für dieses
Projekt dar, denn bereits im Jahr 2011 erhielt das damals noch sehr
„junge“ Projekt eine besondere Anerkennung durch den damaligen
Landespolizeipräsidenten Dr. Wolf Hammann im Rahmen des
Verkehrspräventionspreises von „GIB ACHT IM VERKEHR“.

Um was geht es bei diesem Projekt?

Trotz jahrelanger, flächendeckender Fahrradausbildung in den
Jugendverkehrsschulen des Landes Baden Württemberg ereignen sich
jährlich immer noch Hunderte von Radfahrunfällen, bei denen Kinder
verletzt oder getötet werden. Viele von ihnen tragen dabei keinen
Fahrradhelm. Eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Fahrradunfälle
passieren in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Hier setzt das
Projekt, welches im Jahr 2011 zusammen mit den beiden Verkehrswachten
Buchen und Mosbach geplant und in einer Pilotphase mit einer
Grundschule aus Mosbach gestartet wurde, an und führt zusätzlich zur
Radfahrausbildung eine Nachtfahrt mit den Kindern auf öffentlichen
Straßen durch. Nach der durchweg positiven Resonanz ist das Projekt
seither ein fester Bestandteil der jährlichen Aktivitäten der
Präventionsaußenstelle Mosbach und wird im Herbst an jeweils einer
Grundschule in Mosbach und Buchen durchgeführt. Bei diesem
Verkehrspräventionsprojekt, welches als Ergänzung zur Radausbildung
der Jugendverkehrsschule konzipiert wurde, geht es um das Aufzeigen
der Gefahren beim Fahrradfahren in der Dunkelheit und der
Notwendigkeit des Helmtragens. Das Projekt richtet sich an
Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse, sowie an deren Eltern und
Lehrkräfte. Im Mittelpunkt des Projekts, das in fünf verschiedene
aufeinander aufgebaute Phasen gegliedert ist, steht eine
Abendveranstaltung für die genannten Zielgruppen. Während den Kindern
mit ihren Fahrrädern im Realverkehr die Problematik „Sehen und
Gesehen werden“ veranschaulicht wird, erhalten die Eltern
Informationen zu rechtlichen Aspekten, ihrer Vorbildfunktion und
ihren Aufsichtspflichten. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auch
auf die Notwendigkeit des Helmtragens gelegt.

Am Ende der Veranstaltung erhalten die Kinder eine Urkunde und
eine Warnweste, deren Aussehen und Gestaltung sie zuvor selbst
zusammen mit den Lehrkräften entworfen haben. Seit Einführung des
Projekts fanden bereits sieben Veranstaltungen mit über 140 Kindern,
180 Eltern und zehn Lehrerinnen und Lehrern statt. Finanziell
gefördert wird das Projekt durch die Verkehrswachten Mosbach und
Buchen sowie durch den Verein Kommunale Kriminalprävention – Sicherer
Neckar-Odenwald-Kreis e.V. Weitere Informationen zum Projekt erhalten
sie beim Polizeipräsidium Heilbronn, Referat Prävention, Außenstelle
Mosbach, unter der Telefonnummer 06261/809-150.

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Unser Bild zeigt von links: Polizeikommissar Manfred Ritzhaupt,
Polizeihauptkommissar Werner Broßmann, Frau Staatssekretärin
Katherina Reiche, Leitender Polizeidirektor Hans Becker. (Foto: pm)

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