Viele Besucher besuchen Kirchenbaustelle

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Egon Bermayer bei Erläuterungen zur derzeit laufenden Kirchenrenovierung. Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Wie wichtig den Großeicholzheimern ihre katholische Kirche „St. Laurentius“ ist, wurde überdeutlich an der großen Zahl interessierter Besucher am „Tag der offenen Kirchenbaustelle“, auch als „Baustellenhock “ bekannt, der mit einem Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Andreas Schneider in der gleichnamigen evangelischen Kirche eröffnet worden war.

So konnten sich die Gemeindeglieder nicht nur über den derzeitigen Baufortschritt informieren, sondern auch alle Fragen stellen, die ihnen auf dem Herzen lagen. Denn als den Fachmann überhaupt, konnte Filialausschussvorsitzende Gabriele Haber im Namen des Fördervereinsvorsitzenden und Baubeauftragten Philipp Galm den bauleitenden Architekten Egon Bermayer (Osterburken) begrüßen.

Dieser ging vor allem auf die Neuerungen ein, darunter die neue Heiztechnik nach dem Anschluss an das örtliche Nahwärmenetz sowie die komplett neue Elektrik. Die Innenraumgestaltung zielt schon jetzt, nach dem historischen Kalkschlämmen einer auf historischen Putz- und Malerarbeiten spezialisierten Restaurationsfirma, auf das Bild, das Pfarrer Schneider sich für das Gotteshaus wünscht: „Es soll das Herz frei machen“ und darum mit hellen Farben und einer gewissen Schlichtheit Offenheit und den freien Blick auf den Altar vermitteln. Das Farbkonzept sei mit Frau Dr. Cypionka vom Denkmalamt erstellt worden. Auch wenn aus Kostengründen viele Kompromisse geschlossen wurden, so freue man sich doch auf das Endergebnis und die geplante Wiedereröffnung an Ostern zusammen mit einem Weih-Bischof zur Altarweihe.

Architekt Bermayer erläuterte weitere Einzelheiten aus dem anstehenden Maßnahmenkatalog. So werden z.B. die Sitzbänke abgeschliffen und neu lasiert, die bisherige Windfangtüre wird ersetzt durch eine Ganzglastüre, um schon beim Betreten durch das Hauptportal den Blick zum Altar freizumachen. Die Eingangstüre wird saniert und erhalten. Für den Altarraum ist nach Aussage der Verantwortlichen ein ganz neues Konzept geplant. Neu angeschafft werden – vermutlich aus weißem Marmorstein – Zelebrationsaltar, Ambo sowie die Sitzmöglichkeiten für Pfarrer und Ministranten.

Der Hochaltar, die Figuren und die Emporenbrüstung erfahren eine restauratorische Reinigung und ggfs. Auffrischung, der Kreuzweg bleibt erhalten, die Pieta wird zusammen mit Opferkerzen, Tauf-Fischen und Verstorbenen-Kreuzen in den hinteren Bereich der Kirche (unter Empore) verlagert, deshalb werden die beiden hinteren Bankreihen wegfallen. Ein neues Beleuchtungskonzept wird die Neugestaltung ins hoffentlich perfekte Licht setzen, nachdem die Orgel gereinigt, die Treppe zur Empore abgeschliffen und eine umfassende Sanierung des Glockenturms mit neuem Glockenstuhl, neuer Aufhängungen der Glocken inklusive Ergänzung mit zwei neuen Glocken erfolgt ist.

Als Besonderheit gab Pfarrer Schneider bekannt, dass die Gemeindeglieder zum Glockenguss nach Karlsruhe (Glockengießerei Bachert) – vermutlich in der Adventszeit oder zu Beginn des neuen Jahres – eingeladen sind. Mit einem Dank an alle, die ehrenamtlich oder durch Auftrag an den umfangreichen Arbeiten beteiligt sind lud Pfarrer Schneider die große Gästeschar zu verschiedenen Eintöpfen, Kaffee und Kuchen zum eigentlichen „Baustellenhock“ in den warmen Gemeinderaum ein. 

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