Mudau startet in die fünfte Jahreszeit

Ernst Hauk ist Halbherr des Jahres

 

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(Foto: Liane Merkle) 

Mudau. (lm) Es war eine nahezu perfekte Vision des Mudemer Fastnachtsschlagers „Ja wenn des Lumpeglöckle tönt, dann sen mer all glei doo…“, denn als besagtes Glöckle erklang, hatte sich bereits unzählige Narren – noch im Schlafgewand – am alten Rathaus eingefunden, und zwar in bester Stimmung. Und diese unverwüstliche Odenwälder Frohnatur ist auch der Tenor der bevorstehenden Kampagne bei der Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher: „Wertschaftskrise? Mir losse uns die Stimmung net vomiese!“

Dabei hätten sie allen Grund, weniger wegen der „weltweit um sich greifenden Wirtschaftskrise, sondern weil in Mudi immer mehr Wertschafte schließe“. Einst sei der Ort durch seine Gastronomie bis weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt gewesen, heute müsse man sich leider oft fragen: „Wo könne mer noch hii? Doch mir trotze mit Frohsinn der bedenkliche Lage, mit unserm Motto für die närrische Tage“.

Vorgestellt wurde das Motto der Kampagne 2014/15 im Rahmen der traditionellen Fastnachtseröffnung am Alten Rathaus, wo Wassersucher „Noby“ Münch zunächst ein wenig bruddelig – weil ihm sein Geselle Kai Lorenz kurzfristig abhanden gekommen war – aber doch wieder erfolgreich nach dem so notwendigen „Eau de Mudagne“ gesucht hatte, das gemäß Ortsscheller Angelo Walter für alle Mudauer über die Kampagne ausreichen muss.

Musikalisch bereichert wurde die Eröffnung der 5. Jahreszeit und das Verlesen der Urkunde durch Carlo Götz zuerst mit dem Lumpenglöckle und dann mit der Krachkapelle, die einen großen Auszug Mudauer Fastnachtslieder anstimmte und mit einem Trommelwirbel die Ernennung des 12. Mudemer Halbherrn würdigte, eine Auszeichnung der KaGeMuWa für besonderen und jahrelangen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit in der Gemeinde Mudau. „Hembel“ Helmut Korger jr. hatte in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft folgendes recherchiert: „Die zu ehrende Person hat in den vergangenen Jahren immer wieder durch viel Einsatz das Vereins- und Gemeindeleben in den Vordergrund gestellt und viele Stunden hierfür aufgewendet.

Nicht nur im Kern-Ort Mudau, sondern auch in den sogenannten Ortsteilen. Ob als Fußballer beim TSV als Trainer oder Betreuer im Jugend- und Seniorenbereich in Mudau und Schloßau. Als Heimatkundler ist er Kenner der Mundart und der alten Gebräuche, der Römer und deren Grenze – dem Limes.“ Darüber hinaus hat Ernst Hauk (Rektor a.D. und Ehrenmitglied der KaGeMuWa), denn von ihm ist die Rede, als Chronist die Schulgeschichte der Grundschule Schloßau und die örtliche Fastnachtsgeschichte archiviert, eine Dokumentation über die Zeltkirche in Scheidental verfasst, ist in der Redaktion bei M-Jahrbücher vertreten u.v.m.

Er hat sich also diesen Orden zum Halbherrn des Jahres, der ihn nach eigenen Worten so stolz mache wie die Tatsache, ein Halbherr zu sein, nach Gerald Hemberger, Klaus Schork, Wilhelm Schwender, Liselotte Schell, Hans Slama, Kurt Müller, Karlheinz Gräber, Ralph Müller, Gerhard Münch, Helmut Maier und Harald Grimm mehr als verdient. Nach dieser offiziellen Kampagneneröffnung ging es zur Vereidigung des Wassersucherrats und zum gemütlichen Beisammensein.

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(Foto: Liane Merkle)

Infos im Internet:

www.KaGeMuWa.de

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