7. Energieforum Zukunft: Innendämmung im Bestand

Seminar der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean)

HahnFoto 2014 Fachwerk 5

(Foto: pm) 

Buchen. (pm) „Innendämmung im Bestand“ war das Thema des 7. Energieforums der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis (ean) unter Leitung von Uwe Ristl in Zusammenarbeit mit der der Akademie der Ingenieure, das dieser Tage in der Stadthalle in Buchen stattfand. Groß war das Interesse bei den Fachleuten: So waren rund über Teilnehmer aus den Berufsfeldern Architekten, Ingenieure, Energieberater, Handwerker, Baumanagementgesellschaften und kommunale Vertreter der Einladung gefolgt. Dabei war rund ein Drittel von außerhalb des Neckar-Odenwald-Kreises, was wiederum für die überregionale Bedeutung einer solchen Veranstaltung spricht.

Das zeigt auch, dass das Thema „Innendämmung“ in unserer Gegend mit vielen Sandstein- und Fachwerkbauten sehr wichtig ist. Der Beigeordnete der Stadt Buchen, Thorsten Weber, sprach die Grußworte und überbrachte die Grüße von Bürgermeister Burger.  Weber konnte auch gleich ein passendes Beispiel aus der Praxis nennen: Das gegenüber der Stadthalle liegende ehemalige Bahnwärterhaus wurde ebenfalls, da das markante Sichtmauerwerk aus Sandstein erhalten werden sollte, innen gedämmt.

Der Referent Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Gänßmantel, ein profunder Kenner dieser Materie und ein bekannter Seminarleiter, führte anschließend in das Thema ein: Leider gäbe es derzeit keine DIN- oder europäische Norm für Innendämmung. Lediglich verschiedene Merkblätter der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) gäben Planungs- und Bemessungsregeln für Innendämmungen, die auch als anerkannte Regeln der Technik gelten würden. Die Verantwortung liegt somit in erster Linie bei Planern, so der Dozent weiter. Generell sei bei einer Innendämmung die Bestandsaufnahme ein wichtiger Beginn. Eine Prüfung des Witterungsschutzes der Fassade sei unerlässlich. Paradoxerweise ist bei einer geplanten Innendämmung auch die Situation an der Außenwand zu beachten, um spätere Feuchteprobleme zu verhindern.

Am Markt gebe es derzeit fast 50 Hersteller von Innendämmsystemen, hier wurden praktische Hilfestellungen für „das richtige“ Produkt gegeben. Anhand von Praxisbeispielen wurden verschiedene Sanierungsmöglichkeiten verdeutlicht. Auch hier gelte, dass die betriebssichere Alltagstauglichkeit vor „den letzten paar Prozent Energieeinsparung“ stehen würden. Jürgen Gänßmantel verdeutlichte: „Wie bei jeder energetischen Sanierung ist auch bei einer Innendämmung an die spätere Instandhaltung zu achten.“ Den Teilnehmern wurde klar, dass die Modernisierung einer Fassade mittels Innendämmung aus feuchtetechnischer Sicht risikobehafteter ist als eine Außendämmung. Diese Risiken gelte es, richtig einzuschätzen. Das Seminar lieferte hierfür fundiertes Wissen.

Infos im Internet:

www.eanok.de

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