MdL Hauk kritisiert Bahnverbindung nach Stuttgart

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm)
Nach dem derzeitigen Fahrplan der Deutschen Bahn ist es für Pendlerinnen und Pendler vom Bahnhof Mosbach-Neckarelz lediglich möglich, frühestens um 7.18 Uhr am Hauptbahnhof in Stuttgart zu sein. Diese Tatsache sorgt für einigen Unmut, so dass der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Baden-Württemberg Peter Hauk sich diesbezüglich an die Deutsche Bahn sowie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) gewandt hatte.
Auf Hauks Schreiben hin wurde nun mitgeteilt, dass mit dem anstehenden Fahrplanwechsel am 14. Dezember und mit der neu bis in den Neckar-Odenwald-Kreis verkehrenden Stadtbahn Heilbronn, es fortan für Pendler von den Bahnhöfen Mosbach bzw. Mosbach-Neckarelz möglich sein wird, mit Start 5.10 Uhr (ab Mosbach 5.00 Uhr) und Umstieg in Bad Friedrichshall oder Neckarsulm, bereits um 6.51 Uhr den Stuttgarter Hauptbahnhof zu erreichen. Der neue Fahrplan sei zudem mit dem Schichtbeginn im Audi-Werk Neckarsulm abgestimmt.
Hauk zeigte sich jedoch von der für Pendler nach Stuttgart aufgezeigten Perspektive nur wenig angetan. „Ja, die neue Stadtbahn Heilbronn wird für uns zweifelsohne Verbesserungen mit sich bringen. Für die Audi-Mitarbeiter ist der neue Fahrplan ein Gewinn. Im konkreten Fall bin ich aber mit der frühesten Anbindung nach Stuttgart nicht zufrieden. 6.51 Uhr Ankunft in Stuttgart bei 1 h 41 Fahrzeit und mit Umstieg ist für Pendlerinnen und Pendler sicher kein sehr attraktives Angebot. Ich werde weiter darauf hinwirken, dass die Bahn hier nachbessert. Unser ländlicher Raum droht sonst sprichwörtlich weiter abgehängt zu werden“, so Peter Hauk.

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1 Kommentar

  1. MdL Hauk zeigt sich besorgt um die Belange der Pendler auf der Neckartal-Strecke. Recht
    hat er. Nur: Verantwortung für den Zustand, den er beklagt, hat er auch. Der aktuelle
    Vertrag mit der Bahn AG ist noch bis 2016 gültig, ausgehandelt wurde er von der
    ehemaligen CDU-geführten Landesregierung. Mit einem Kilometerpreis von ca. 11 Euro
    fährt die Bahn in Baden-Württemberg seither ziemlich teuer. Andere Bundesländer haben
    bessere Konditionen ausgehandelt und dadurch mehr Kilometerleistung fürs Geld
    bekommen – zur Freude der Pendler. Das liegt auch daran, dass die ehemalige Regierung
    die Vergabe der Fahrleistung exklusiv mit der Bahn verhandelte, weitere Anbieter blieben
    außen vor. Die Bahn saß also als Monopolist am Verhandlungstisch – zum Nachteil des
    Landes. Zudem darf sie die Strecken bis 2016 mit altem Gerät befahren. In Baden-
    Württemberg ist somit die Altmaterial-Senke der Bahn in Deutschland. Aktuell wird dank
    des Grünen Verkehrsministers Winfried Hermann die landesweite Fahrleistung unter
    Wettbewerbsbedingungen neu ausgeschrieben. Wenn nun auch noch die Benachteiligung
    Baden-Württembergs in den Verkehrsmittel-Zuweisungen des Bundes aufgehoben wird,
    ja dann fahren die Pendler noch besser. Ziel der GrünRoten Landesregierung ist es
    außerdem, bis 2030 die Fahrgastzahlen zu verdoppeln. Mit kürzeren Taktfahrzeiten,
    besserem Service und Gerät. Sorgen brauchen sich die Pendler dann nur noch darum zu
    machen, dass es irgendwann einmal keinen Grünen Verkehrsminister mehr geben könnte.
    5.12.2014
    Christine Böhm, Hans-Detlef Ott
    Vorstandsprecher Kreisverband GRÜNE Neckar-Odenwald

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