Neue Nistplätze für Reptilien und Insekten

Fertigstellung einer Trockenmauer im Rahmen der Flurneuordnung

Trockenmauer

(Foto: LRA) 

Hettigenbeuern. (lra) In der Flurneuordnung in Hettigenbeuern sind nun alle Baumaßnahmen fertiggestellt. Als eine der letzten Maßnahmen wurde Mitte November ein rund zehn Meter langer Abschnitt einer Trockenmauer als Ausgleich für notwendige Eingriffe in Natur und Landschaft erneuert. „Bei einer Trockenmauer ist vor allem wichtig, dass die Fugen zwischen den einzelnen Steinen nicht verfüllt werden“, erklärt Bausachbearbeiter Edgar Baumann vom Verband der Teilnehmergemeinschaft Baden-Württemberg.

„Dadurch entsteht ein kleinräumiges Mosaik aus schattig-feuchten Nischen und sonnenbeschienenen, warmen Flächen.“ Pflanzen wie der scharfe Mauerpfeffer finden hier ideale Wuchsbedingungen. Auch die Tierwelt tummelt sich auf solch selten gewordenen Plätzen. Neben Reptilien wie die Mauereidechse und die Schlingnatter nutzen auch weniger auffällige Arten von Laufkäfern und Schmetterlinge eine Trockenmauer sowohl als Jagd- und Sonnenplätze. „Noch mag die Mauer einen etwas kargen Eindruck machen, doch mit etwas Glück wird man schon im nächsten Frühjahr beobachten können, wie sich die ersten neuen Bewohner in der warmen Frühlingssonne aalen“, versichert Felix Hirschberg, der verantwortliche Landespfleger im Landratsamt Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung.

Die Mauer befand sich in einem desolaten Zustand. Einzelne Steine waren bereits herausgebrochen. Sie wurde zunehmend von Waldreben und Brombeeren überwuchert. Der Mauerabschnitt wurde daher komplett abgetragen und mit Sandsteinen aus alten Trockenmauern wieder neu aufgebaut.

 

 

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