Für „Land(auf)Schwung“ nominiert

 Galerie Neckar Odenwald Kreis 20141202

Unser Foto  zeigt von links Alois Gerig MdB, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, Landrat Dr. Achim Brötel und Peter Fieger bei der Auftaktveranstaltung in Berlin. (Foto: Michael Gottschalk/photothek/BMEL

Berlin/Mosbach. (pm) 39 Landkreise aus ganz Deutschland bekommen die Chance, für besonders innovative Projekte im Ländlichen Raum zusätzliche Fördergelder des Bundes zu erhalten. Der Neckar-Odenwald-Kreis, der sich wie viele andere um die Aufnahme in dieses Programm beworben hatte, hat die erste Hürde jetzt erfolgreich gemeistert und wurde neben Sigmaringen und Waldshut als einer von nur drei Kreisen aus Baden-Württemberg für die Endauswahl nominiert. Landrat Dr. Achim Brötel und Peter Fieger vom Landratsamt waren deshalb vom Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU), in dessen Ressort das Projekt läuft, zur offiziellen Auftaktveranstaltung am Dienstag nach Berlin eingeladen. Auch der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, der die Bewerbung angeregt hatte, nahm zeitweise an dem Treffen teil, bei dem es wertvolle Tipps für das weitere Auswahlverfahren gab. Am Ende werden nämlich nur 10 bis 13 Landkreise bundesweit tatsächlich Geld bekommen. Die Rede ist von 1,5 Millionen € pro Kreis, über deren konkrete Verwendung – das macht es besonders interessant – vor Ort selbst entschieden werden kann.

Dass der Neckar-Odenwald-Kreis mit dabei sein will, versteht sich von selbst. Deshalb nutzen Landrat Dr. Achim Brötel und Peter Fieger die Chance in Berlin auch gleich dazu, um ihre Ideen im unmittelbaren Dialog mit den verantwortlichen Mitarbeitern des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eingehend zu erörtern. Als nächstes ist jetzt bis Ende Mai 2015 ein regionales Zukunftskonzept zu entwickeln. Dafür hat der Bund dem Neckar-Odenwald-Kreis schon einmal bis zu 30.000 € finanzielle Unterstützung zugesagt. Die eigentliche Entscheidung soll dann im Juni 2015 durch eine unabhängige Jury getroffen werden.

Bundesminister Schmidt erläuterte noch einmal die besondere Zielstellung seiner Initiative: „Der Name des Modellvorhabens ist Programm: Wir setzen neue Impulse für Leben, Arbeiten und das Miteinander in ländlichen Regionen. Mit Land(auf)

Schwung fördern wir die Entwicklung kreativer Ideen. Wir wollen die Regionen dort abholen, wo sie stehen und bei der Weichenstellen für die Zukunft unterstützen.“ Für den Neckar-Odenwald-Kreis sei das, so Landrat Dr. Brötel, geradezu eine Steilvorlage: „Um kreative Ideen waren wir noch nie verlegen. Für uns wäre das die große Chance, das eine oder andere Projekt jetzt im Interesse der Menschen vor Ort tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen“. Auch MdB Alois Gerig will die Bewerbung seines Heimatlandkreises intensiv weiter begleiten: „Land(auf)Schwung und der Neckar-Odenwald-Kreis – das passt ideal zusammen“.

AMA 

Hintergrundinformationen zu dem Modellvorhaben Land(auf)Schwung

Aufbauend auf dem erfolgreich abgeschlossenen Modellprojekt LandZukunft hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Modellvorhaben Land(auf)Schwung ins Leben gerufen. Ziel des Modellvorhabens ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken und die Daseinsvorsorge zu sichern. Ein Schwerpunkt liegt dabei  insbesondere auf interkommunaler und interregionaler Zusammenarbeit.

Land(auf)Schwung bietet den Regionen ein Experimentierfeld zur Erprobung neuer Lösungswege. Sowohl die Form der Gebietsabgrenzung als auch die Wahl des thematischen Schwerpunkts sowie die Zusammensetzung der Akteure bleiben weitestgehend den Regionen überlassen.

Nach 37 wissenschaftlichen Kriterien wurden insgesamt 39 strukturschwache Landkreise aus allen Flächenländern ausgewählt, die in besonderem Maße von den Herausforderungen der Daseinsvorsorge und mangelnder Wirtschaftskraft durch den demografischen Wandel betroffen sind. Diese Regionen werden nun in einer sechsmonatigen Start- und Qualifizierungsphase von Dezember 2014 bis Mai 2015 Chancen für ihren Landkreis identifizieren, um passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. Im Juni 2015 wählt eine unabhängige Jury zehn bis dreizehn Modellregionen aus. Die dreijährige Förderphase startet im Juli 2015.

 

Infos im Internet:

www.land-auf-schwung.de

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