„Na, eine Demokratie wäre gerecht!“

Dr. Dorothee Schlegel, MdB, diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der Pestalozzi-Realschule

Mosbach. (pm) „Eine politische Jugend ist das Standbein einer sich engagierenden und mündigen Gesellschaft“, erklärte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel anlässlich eines Workshops in der Mosbacher Pestalozzi-Realschule. Mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse diskutierte die Jugendpolitikerin über Rahmenbedingungen einer gerechten Gesellschaft.

Inspiriert von der Veranstaltung „Sag, was dich bewegt!“ im Neckar-Odenwald-Kreis am 24. Oktober in der Augusta-Bender-Schule hatte Dr. Schlegel die Initiative zu einem Workshop ergriffen: „Die Frage ‚Was ist eine soziale Gesellschaft?‘ bietet viel Diskussionsstoff und ist eine gute Basis für einen offenen Dialog“, so die Abgeordnete. Über 90 Minuten lang setzten sich die Schulklassen von Konrektor Marco Schirk und Realschullehrer Lars Harzmann mit den Erfordernissen einer gerechten Gesellschaft auseinander. Als Instrument diente ihnen die Methode des US-amerikanischen Philosophen John Rawls, wonach das Nichtwissen der eigenen Lebenssituation (veil of ignorance – Schleier des Nichtwissens) dazu führt, dass Menschen sich auf Gerechtigkeitsgrundsätze einigen und so eine gerechte Gesellschaft beschließen.

Gleichberechtigung der Geschlechter, Wahlrecht ab 16 und Demokratie als politisches System waren die favorisierten Themen der Schülerinnen und Schüler. Ihre kreativen Ideen, die ob ihres Ansatzes zumindest überdenkenswert sind, reichten vom Strafgeld bei Kinderlosigkeit – „Wie soll der Generationenvertrag sonst weiter aufrecht erhalten werden?“ – über die Abschaffung des Beamtenstatus – „Dann würden alle in eine Kasse einzahlen!“ – bis hin zur Drittstimme bei Wahlen – „Das Volk sollte mehr Macht haben.“ 

Am Ende des diskussionsreichen Workshops betonte  Dr. Schlegel: „Die Jugendlichen sind die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger von morgen. Darum ist es wichtig, dass sie unser politisches System verstehen und mittragen. Dazu sollte dieser Workshop beitragen. Es ist toll, dass die Jugendlichen so gut mitgemacht haben und mich an ihren Gedanken teilhaben ließen.“

 

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