Jugendmigrationsdienst bildet Brückenfunktion für junge Migranten

Jugendmigrationsdienst TBB

(Foto: pm)

Tauberbischofsheim. (pm) „Fachkräftemangel und demografische Entwicklung in unserem Land zeigen sehr deutlich, wie dringend wir die Kompetenzen junger Migrantinnen und Migranten fördern und ihnen bessere Bildungschancen eröffnen müssen. Zusammen mit meiner SPD-Abgeordnetenkollegin im Haushaltsausschuss Ulrike Gottschalck freut es mich daher sehr, dass wir in den Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2015 durchsetzen konnten, die wichtige Arbeit der Jugendmigrationsdienste mit einer zusätzlichen Million Euro weiter finanziell zu unterstützen“, erklärte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel im Gespräch mit dem Jugendmigrationsdienst in Tauberbischofsheim.

Um sich über die bedeutende Arbeit der Dienste vor Ort ein Bild zu machen, hatte sie den dortigen Jugendmigrationsdienst besucht. Er besteht seit 2005 und ist beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) angesiedelt. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des SPD-Ortsvereins informierte sie sich über Angebot, Nutzung und Probleme des Dienstes.

Im Gespräch mit Mitarbeiterin Irena Frank, dem Präsidenten Oskar Fuchs sowie der Kreisgeschäftsführerin des DRK-Kreisverbands Tauberbischofsheim Kathrin Rieger stellte Dr. Schlegel die Brückenfunktion des Jugendmigrationsdienstes heraus, der die jungen Menschen bei der neu zu erlernenden Sprache unterstützt sowie bei ihrer Integration in Ausbildung, Arbeitsmarkt und kulturelles Leben.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete stimmte dem Hinweis von Oskar Fuchs zu, dass nicht alle Aufgaben mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu leisten seien: „Die Aufgaben brauchen – neben dem Ehrenamt – eine stabile hauptamtliche Struktur. Für dieses Anliegen und die notwendige finanzielle Unterstützung setze ich mich im Bundestagsunterausschuss ‚Bürgerschaftliches Engagement‘ ein“, erklärte Schlegel, die auch ihre Tätigkeit als Politikerin mit einer Brückenfunktion verglich: „Als Abgeordnete bin ich viel unterwegs und treffe zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Bereichen. So kann ich auch Kontakte weitergeben und die bedeutsame Arbeit des Jugendmigrationsdienstes nicht nur im Wahlkreis, sondern auch in Berlin unterstützen“, erklärte Dr. Schlegel, die in dieser letzten Sitzungswoche des Bundestages zu einem Fachgespräch des Familienausschusses mit der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Evangelische Jugendsozialarbeit e.V., dem Internationalen Bund, der AWO und der BAG Katholische Jugendsozialarbeit zusammenkam. „Dabei ist es unser Hauptanliegen, deutlich zu machen, dass die Struktur der Jugendmigrationsdienste ideal dazu geeignet ist, die aktuellen Herausforderungen durch vermehrten Zuzug junger Migrantinnen und Migranten zu bewältigen“, so die Familienpolitikerin abschließend.

 

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: