Über 2700 AOK-Versicherte leiden an Herzschwäche

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Rund 1,8 Mio Menschen leiden in Deutschland unter einer Herzinsuffizienz, oft einfach als Herzschwäche bezeichnet. Im Neckar-Odenwald-Kreis sind im Jahr 2013 über 2700 Versicherte daran erkrankt. Dabei sind die Männer stärker betroffen als die Frauen. Die Zahl der erkrankten Versicherten steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Während die Diagnose Herzinsuffizienz bei jungen Menschen kaum eine Rolle spielt, so ist ab dem 85. Lebensjahr jeder dritte davon betroffen.

350 Versicherte aus dem Neckar-Odenwald-Kreis mussten sich in 458 Fällen in stationäre Behandlung begeben. „Das bedeutet, dass einige Versicherte mehrfach wegen Herzinsuffizienz im Krankenhaus behandelt werden mussten. Das betrifft gut 20 Prozent der Betroffenen, die zwei- oder mehrmals innerhalb eines Jahres behandelt wurden“, erklärt Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald.

Für die stationäre Behandlung wegen Herzinsuffizienz ihrer Versicherten im Rhein-Neckar-Kreis gab die AOK im Jahr 2013 rund 1,6 Millionen Euro aus. Die durchschnittlichen Kosten von stationären Behandlungen belaufen sich in Baden-Württemberg auf 5000 Euro pro Versichertem. Bei einer Herzinsuffizienz handelt es sich um eine mangelnde Pumpleistung des Herzens. Bei einem Vorwärtsversagen reicht die Pumpleistung nicht aus, um den Körper mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Bei einem Rückwärtsversagen kommt es zu einem Rückstau des Blutes. Das kann zu Wassereinlagerungen in der Lunge oder in den Beinen führen. Herzinsuffizienz kann zu Atemnot etwas beim Treppensteigen, zu einer verminderten Leistungsfähigkeit oder auch zu Herzrhythmusstörungen führen. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung, eine gesunde fettarme Ernährung, mäßiger Alkoholkonsum, Reduzierung von Übergewicht und der Verzicht auf Nikotin können das Risiko vermindern. Und wenn die Diagnose einmal gestellt ist: Gezielte Vorbeugung und eine Veränderung der Lebensgewohnheiten können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. „Wichtig bei dieser Erkrankung, die die Lebensqualität vieler Menschen deutlich einschränkt, ist es, dass man regelmäßig zur 

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