Neuauflage von „Lightseeing“ für 2015 geplant

Licht am Ende des Tunnels: Erfolgreiches Lichterfestival soll in größerer Form im Advent des kommenden Jahres wieder stattfinden, sagt Organisator Rolf van den Berg

Hirschhorn. (tom) Das Lichterfestival „Lightseeing“ ist in Hirschhorn noch in bester Erinnerung. Vor einem Jahr brachte es über fünf Wochen lang, vom 1. Advent bis zum 05. Januar, viel Leben in die Perle des Neckartals. Mehr als 10.000 Menschen aus der gesamten Metropolregion ließen sich in dieser Zeit von der weihnachtlichen 3D-Videomapping-Show begeistern.

Eine Neuauflage, bereits für diesen Advent geplant, ließ sich leider nicht realisieren, was in der gesamten Stadt viel Bedauern auslöste. Denn von dem damaligen Trubel verwöhnt, kommt vielen Einheimischen die Altstadt in der diesjährigen Weihnachtszeit noch leerer vor als sonst. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Denn für ein Revival 2015 steht Initiator Rolf van den Berg von der „Altstadt plus GmbH“ bereits in den Startlöchern, wie er jetzt verriet. Sein Zeitplan sieht vor, bis Mitte des kommenden Jahres das neue Projekt in großen Teilen durchgeplant und finanziert zu haben. Dann soll Hirschhorn im Advent des nächsten Jahres wieder seinem Zusatz als „Perle des Neckartals“ in glänzender Weise gerecht werden.

Für die Neuauflage kann sich van den Berg einen Ausbau der Lichtelemente auf die ganze Stadt mit verschiedenen Stationen vorstellen, quasi ein „Licht-Parcours“ quer durch Hirschhorn. Als mögliche Orte nennt er Hermanns- und Chateau-Landon-Platz, Schleuse und/oder Stadtmauer. Abgerundet werden könnte dies mit einem kleinen Weihnachtsmarkt. Der Hauptact würde in Form des bekannten Lichtfestivals wieder auf dem Marktplatz stattfinden. Wobei dies natürlich – wie alles – eine Geldfrage und man darauf angewiesen sei, genügend Sponsoren an Bord des Lichterschiffs zu haben, so van den Berg. Interessierte können sich gerne bei ihm unter E-Mail info@altstadt-plus-Hirschhorn.de melden. Besonderen Fokus möchte er bei einer möglichen Erweiterung auf die Illumination der Schleusentürme legen. Da diese mit etwa 10.000 Euro zu Buche schlägt, sucht er hierfür einen potenten Sponsor.

An den sechs Wochenenden von Ende November 2013 bis Anfang Januar 2014 drängten sich die Gäste teilweise dicht an dicht auf dem Marktplatz, wo auf den Wänden des „Schwanen“ und des „Cafés Schmidt“ die Lichtershow jeweils von Freitag bis Sonntag viermal am Abend stattfand. Dazu waren Altstadt und Lokale zu dieser Zeit meist „gestopft voll“. Somit ging für van den Berg in der Rückschau der Slogan der Altstadt plus GmbH, „Wir beleben Hirschhorn“, voll auf.

Durchweg positiv war auch das Fazit der Gewerbetreibenden und der Gastronomen, die sich als Sponsoren in das erstmals stattgefundene, 50.000 Euro teure Projekt zur Advents- und Weihnachtszeit eingebracht hatten. So viel Gäste von auswärts waren in diesen Wochen noch nie in Hirschhorn zu sichten, lautete der einhellige Tenor. Gewerbeverein und Stadtverwaltung als Mitveranstalter waren vollauf zufrieden mit der besonderen und für die hessische Neckartalstadt bis dato einzigartigen Aktion.

Schwäne flogen durchs Bild, ein Weihnachtsbaum wuchs, der Nikolaus huschte mit seinem Schlitten über die Wände, ein vollständiges Lebkuchenhaus entstand in liebevoller Zeichnung: der etwa 15-minütige, eigens für Hirschhorn konzipierte Film mit einer besinnlich weihnachtlichen 3D-Videomapping-Show rief viel Staunen und Begeisterung hervor. Die musikalische Untermalung etwa durchs Bachs Weihnachtsoratorium, aber auch aktuelle Popsongs, und die großflächige Fassadenilluminationen mit Projektionsgrößen bis zu 40 Metern Durchmesser taten ihr Übriges zum Erfolg. Das Lichtfestival suchte 2013 in der Metropolregion seinesgleichen und ist in anderer Form sonst nur in Großstädten zu sehen. Hirschhorn ergänzte damit seine besonderen Merkmale wie historische Altstadt, Kloster oder Schloss aufs Beste.

Für die Neckarstadt wurde im Zuge von Lightseeing 2013 durch die Bielefelder Firma TNL nur die neuste Technik aufgefahren, die vorher etwa in London zum Einsatz kam. Der 70.000 Euro teure Beamer war als Modell eigens für die Eröffnung der olympischen Spiele 2012 in London gebaut worden. „Den gab es vorher nicht“, so van den Berg. Er bringe eine Leistung von 20.000 Lumen. Vier hochwertige Xenon-Lampen mit einer Lebensdauer von lediglich 2000 Stunden kamen zum Einsatz.

Ein großer Erfolg war das 3D-Lichterfestival „Lightseeing“ im Advent 2013 in Hirschhorn. Für 2015 ist laut Organisator Rolf van den Berg eine Neuauflage geplant, wie er jetzt bestätigte.

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(Foto: Kevin Jung)

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