Neckar wegen Hochwasser für Schifffahrt gesperrt

19 Frachter wurden zwischen Mannheim und dem Hafen Heilbronn gestoppt

Wehr Wieblingen

Erhöhter Wasserabfluss flutet die Baustelle am Wehr in Heidelberg-Wieblingen. (Foto: pm) 

Heidelberg. (pm) „Schneeschmelze und Niederschläge im Neckareinzugsgebiet haben die Pegel so anschwellen lassen, weshalb im Laufe des gestrigen Sonntag an allen Staustufen zwischen Mannheim und Heilbronn der höchste Schifffahrtswasserstand (HSW) überschritten wurde und damit der Schiffsverkehr ruht“ berichtet der Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber. „ Im Scheitel des Hochwassers wurden am Leitpegel Gundelsheim 5,80 m gemessen, was etwas mehr wie einem 2-jährigen Hochwasser entspricht. Der Abfluss in der Spitze des Hochwassers betrug rund 1100 m³/s“. Bei diesem Abfluss wird an den Stauhaltungen des unteren Neckars der Stau aufgehoben, d.h. der Abfluss wird nicht mehr durch die Wehranlagen kontrolliert, sondern ist freifließend.

„Die Schifffahrtssperre bei Hochwasser erfolgt vor allem um Gefahren für den Schiffsverkehr aus der stärkeren Strömung des Flusses oder durch vom Wasserstandsanstieg verringerte Brückendurchfahrtshöhen zu vermeiden“ so Huber weiter.

Trotz Einstellung des Schiffsverkehrs bleibt für die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes gerade bei Hochwasser viel zu tun: So müssen die verwaltungseigenen Wasserfahrzeuge aber auch die Schleusen- und Wehranlagen für die Hochwasserwelle gesichert und vorbereitet werden. Besonders wichtig ist dann aber auch eine angepasste Steuerung der Wehranlagen um das ablaufende Wasser ordnungsgemäß abzuführen.

„Laut den aktuellen Prognosen zur Entwicklung der Wasserstände gehe ich derzeit davon aus dass wir am Mittwoch Vormittag wieder die Schifffahrt in allen Stauhaltungen freigeben können. Die Nächste Welle mit einer Scheitelhöhe von über 5 m ist schon für den kommenden Sonntag prognostiziert. Wenn die Prognosewerte so eintreten würden, wird die Schifffahrt wohl wieder im Laufe des Freitags eingestellt werden“ erläutert Huber die Lage.

Für die Schifffahrt bedeutet dies eine Zwangspause, die zu zusätzlichen Kosten führt. Es geht um wichtige Fracht, Termine und viel Geld“. Durch die aktuelle Hochwasserwelle wurden rd. 17 Frachtschiffe auf der Strecke zwischen Mannheim und Heilbronn gestoppt.

Wehr Wieblingen 2

(Foto: pm)

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