Ministerpräsident übernimmt Schirmherrschaft

Bilaterale St. Martin-Ausstellung 2016

Mosbach/Osterburken. (pm) Die Geschichte von St. Martin kennt in Deutschland beinahe jedes Kind. Selbst von den Erwachsenen wissen aber nur wenige, dass der populäre Heilige, der später Bischof von Tours war, nicht in Frankreich, sondern vielmehr in Ungarn geboren ist, genauer gesagt in Savaria, dem heutigen Szombathely. Szombathely aber ist die Hauptstadt des Komitats Vas, mit dem der Neckar-Odenwald-Kreis seit 1997 eine sehr intensive und rege Kreispartnerschaft pflegt. Dort in der damaligen römischen Provinz Pannonien hat Martin im Jahre 316 als Sohn eines Legionärs das Licht der Welt erblickt. Sein Geburtstag jährt sich somit im kommenden Jahr zum 1700. Mal. Aus diesem Anlass werden zahlreiche Gedenkveranstaltungen stattfinden. Für die zentrale Veranstaltung in Szombathely hat sogar Papst Franziskus bereits seine Teilnahme zugesagt.

Auch der Neckar-Odenwald-Kreis und das Komitat Vas wollen sich an dem Gedenkjahr beteiligen und planen deshalb nach dem großen Erfolg der letzten gemeinsamen Ausstellung vor drei Jahren erneut ein bilaterales Ausstellungsprojekt, das dieses Mal das Leben und Wirken von St. Martin zum Gegenstand hat. Die inhaltliche Federführung dafür liegt bei Dr. Jörg Scheuerbrandt vom Römermuseum Osterburken, wo die Ausstellung Anfang 2016 auch offiziell eröffnet werden soll. Danach sind weitere Stationen in ganz Baden-Württemberg, aber auch in Szombathely vorgesehen. Parallel dazu soll eine Begleitpublikation erscheinen, die das Leben von St. Martin in kindgerechter Weise erzählt.

Das deutsch-ungarische Gemeinschaftsprojekt stößt erfreulicherweise schon ein Jahr vor seinem Start auf großes Interesse. Dazu passt auch die frohe Kunde, die Landrat Dr. Achim Brötel dieser Tage aus dem Staatsministerium in Stuttgart erhalten hat. Demnach wird Ministerpräsident Winfried Kretschmer nämlich ganz offiziell die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernehmen. Das wertet, so der Landrat, das Vorhaben noch einmal weiter auf. Als nächstes soll jetzt der konkrete Tourneeplan für die Ausstellung erarbeitet werden.

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