Industrielle Kommunikationsanlagen „made in Wertheim“

„Industronic“ seit 50 Jahren weltweit erfolgreich

Wertheim. (pm) Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises mit Dezernent Jochen Müssig und Wirtschaftsbeauftragter Verena Bamberger hat in diesen Tagen den Weltmarktführer Industronic in Wertheim besucht. Geschäftsführer Wolfgang Stallmeyer informierte bei einem Rundgang über das Unternehmen und seine aktuelle Situation. Die Industronic Industrie-Electronic GmbH & Co. KG feiert derzeit ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Produkte des Unternehmens kommen immer dann zum Einsatz, wenn Kommunikation in höchst anspruchsvollen Umgebungen möglich gemacht werden soll. Industronic hat sich auf Beschallung und Warnanlagen sowie Sprechanlagen spezialisiert. Die Sprechstellen, Lautsprecher und Funkgeräte halten extremen Wetterbedingungen stand, sind temperaturbeständig und auch im explosionsgefährdeten Bereich einsetzbar. Die Anlagen aus Wertheim gewähren auf Bohrinseln, Produktionsplattformen, Ölförderschiffen, in der Stahlindustrie sowie auf Flughäfen klare Informationsübermittlung, Beschallung oder Warnung und Alarmierung.

160 Mitarbeiter betreuen den Kundenstamm aus der ganzen Welt. Rund zwei Drittel der Produkte werden exportiert. „Die direkte Anbindung an die Autobahn A 3 und damit auch an den Flughafen Frankfurt ist für uns enorm wichtig“, erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Stallmeyer. Das Unternehmen ist gut ausgelastet und mit seiner Produktpalette Weltmarktführer.

Im Gespräch wurden auch die Folgen der Urbanisierung auf die Gewinnung von Fachkräften thematisiert. Industronic ist vor allem in der Produktentwicklung tätig und bietet überwiegend Arbeitsplätze, die technischen und konzeptionellen Sachverstand erfordern. Benötigt werden daher Techniker und Ingenieure mit Know-how in der Elektro- und Informationstechnik. „Wir sind auch stolz darauf, für eine unserer Führungspositionen im technischen Bereich eine Frau gewonnen zu haben“, sagte Stallmeyer. Diplom-Ingenieurin Christine Segler leitet den Bereich Produkte.

Mit einem Frauenanteil von nur 43 Prozent an den Erwerbstätigen liegt die Region unter dem Landesdurchschnitt. In diesem Zusammenhang wurde durch die Vertreter des Landkreises das EU-Förderprojekt „LEADER“ angesprochen. Das in der neu bewilligten LEADER-Förderkulisse Badisch-Franken verankerte Handlungsfeld „Zurück in den Beruf – Frauenarbeitsplätze“ soll den Frauenanteil an den Erwerbstätigen steigern. „Wir sehen Potenzial, mit diesem Ansatz zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen, der demographischen Entwicklung im Kreis entgegenzuwirken und zugleich Frauen den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu ermöglichen“, erklärte Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig. Dieses Projekt wird angegangen, sobald die LEADER-Geschäftsstelle eingerichtet ist. Voraussichtlich wird dies zur Jahresmitte sein. An der Entwicklung und Gewinnung von Facharbeitskräften zeigte auch Geschäftsführer Wolfgang Stallmeyer großes Interesse.

Informationen zur Wirtschaftsförderung Main-Tauber-Kreis gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Wirtschaftsförderung, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5809, Fax: 09341/828-5809, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, oder im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/Wirtschaft-Tourismus. lra

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