VLF Neckar-Odenwald wählt neue Vorsitzende

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Die neue Vorstandschaft des VLF Neckar-Odenwald: v.l.  Geschäftsführer Bernhard Heim, Kassier Peter Beuchert (Buchen), Jürgen Fahrbach (Merchingen), Vorsitzende Melanie Bender (Großeicholzheim), stellv. Vors. Markus Maissenhälter (Waldmühlbach), Christiane Schaffer (Sennfeld), Manuela Heck, (Wagenschwend) , Silke Schmidt (Osterburken), Roland Röcker (Wemnmershof), Julia Gruppenbacher (Aglasterhausen), Siegfried Schmidt (Altheim), Andreas Horn (Obrigheim) und Jürgen Beuchert (Wettersdorf). Es fehlen Dieter Noe (Oberneudorf und Michael Schüßler (Hainstadt).  (Foto: pm)

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Nach 15 Jahren an der Spitze des Vereins Landwirtschaftlicher Fachbildung (VLF) Neckar-Odenwald e.V. gab Jürgen Fahrbach den Vorsitz ab. Es habe ihm immer Spaß gemacht, resümierte Fahrbach, zumal es im Verein und in der Vorstandschaft immer ein gutes Miteinander gegeben habe. So sei  den Verein auch für die Zukunft gut aufgestellt. Seine Erfahrung und Mithilfe wird er als Beiratsmitglied auch weiterhin einbringen. Der neuen Vorsitzenden Melanie Bender wünschte er für Ihr Amt Schaffenskraft, Kreativität und eine glückliche Hand. Frau Bender danke ihrerseits dem scheidenden Vorsitzenden für die geleistete Arbeit und sein besonderes Engagement in der Vereinsführung. 

Weiterhin wurde Karl-Heinz Hemberger aus Oberneudorf für seine Verdienste um den VLF  geehrt. Hemberger war Vorsitzender des VLF Buchen von 1988 bis zur Fusion mit dem VLF Mosbach in Jahr 2000 und seither im Beirat engagiert. Den Geehrten überreichte Melanie Bender jeweils einen Geschenkkorb und ihren Ehefrauen einen Blumenstrauß.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Markus Maissenhälter (Waldmühlbach) als stellvertretender Vorsitzender und Peter Beuchert (Buchen) als Kassenwart wiedergewählt. Roland Röcker (Wennershof) wurde zum 2. stellvertretenden Vorsitzender gewählt. Beisitzer sind Jürgen Fahrbach (Merchingen), Jürgen Beuchert (Wettersdorf), Julia Gruppenbacher (Aglasterhausen), Manuele Heck (Wagenschwend), Anderas Horn (Obrigheim), Cristiane Schaffer (Sennfeld) Silke Schmitt (Osterburken), Siegfried Schmidt (Altheim), Michael Schüssler (Hainstadt), Dieter Noe (Oberneudorf).

Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatten Bernhard Heim und Christa Herkert die letztjährigen vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Fachbildung in Erinnerung gerufen und einen Ausblick auf 2015 gegeben. Über eine geordnete Kassenlage konnte Peter Beuchert berichten.  

In seinem Vortrag „Risikofaktor Mensch“  zeigte der Rolf Brauch an drei Beispielen aus seiner Beratungspraxis, wie „Sprachlosigkeit“ und Beziehungsprobleme unter Eheleuten oder Generatonskonflikte auf dem Hof nicht nur die Familie sondern auch der landwirtschaftliche Betrieb zerstören können. „Tretet die Feuer aus, solange sie klein sind“ mahnte Rolf Brauch, „irgendwann ist es  zu spät“. Auch sein Rat „Ziele im Bereich der Lebensqualität zu setzen“ fand die volle Aufmerksamkeit der Anwesenden.

Wir brauchen  Systemkompetenz –in der Familie mit Liebe, Wärme, Geborgenheit, Vertrauen und andererseits Kompetenz im Betrieb  mit Zahlen, Daten, Fakten. „In beiden Bereichen müssen wir Profis werden“ empfahl der Berater. Männer müssen meist an ihrer Kommunikation arbeiten, Ehefrauen sollen ihre Männer auf „neue grüne Weiden führen“ – Paarbeziehung ist wichtig, war die Botschaft.

Für viele Landwirte stellt sich die Frage: Was ist die optimale Betriebsgröße?  Wann ist genug? Nur was der Betriebsleiter auch noch kontrollieren und überschauen kann, lautet die Antwort von Brauch. Die Gesetzte der Ökonomie drängen zwar zum Größenwachstum, aber Größe allein ist kein Garant für Erfolg und schon gar nicht für ein geglücktes Leben, gab er den Landwirten mit.

„Sei alleine groß“ oder besser „Sei gemeinsam groß“, Kooperationen ermöglichen mehr Lebensqualität und Effizienz. „Sei nicht zu groß“, denn Dinge, die nicht überschaubar sind, sind nicht effizient.  Auch „klein sein und speziell“ kann eine sinnvolle und sehr erfolgreiche Strategie sein, ebenso wie ein geordneter Rückzug. 

Der Referent reget an, Phasen der  Entschleunigung und Puffer einplanen, da  viele Betriebe heute  in vielerlei Hinsicht zu hart „auf Kante genäht“ seien.

Mit seinem Vortrag fesselte Rolf Brauch die gesamte Zuhörerschaft und und Betroffenheit spiegelte sich  in den Gesichtern.

Diplom-Agraringenieur Rolf Brauch vom Bildungshaus Neckarelz ist Regionalbeauftragter des Kirchlichen Dienstes auf dem Lande für Nordbaden. Mit seinen analytischen Beobachtungen der menschlichen Seite in den landwirtschaftlichen Betrieben versteht er es regelmäßig, hilfreiche Denkanstöße und Tipps zur Alltagsbewältigung zu vermitteln.

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Für 15 Jahre im Amt des als 1. Vorsitzender  wurde Jürgen Fahrbach (Bildmitte)  mit seiner Frau geehrt ebenso wie Karl-Heinz Hemberger (3.v.li) mit Ehegattin für langjährige Vorstandsarbeit davon 12 Jahre als Vorsitzender.  (Foto: pm)

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