218.000 Liter Heizöl und Abgas eingespart

Bürger-Energie-Genossenschaft beliefert 119 Wärmekunden

Großeicholzheim. (lm) 2.790.360 Kilowattstunden erzeugte Energie, 119 Wärmekunden und 17 Anschlüsse sowie 218.000 Liter Heizöleinsparung waren die Kernaussagen im Rechenschaftsbericht der Generalversammlung der im November 2011 gegründeten „Bürger-Energie Großeicholzheim eG“ für die beiden ersten Jahre nach der Gründung in der örtlichen Schlossgartenhalle. „Dies ist der Beitrag zum Umweltschutz, den die Bürger-Energie Großeicholzheim mit ihren Mitgliedern in der Genossenschaft aktiv geleistet haben“, betonten die Vorstände Roland Bangert und Reinhold Rapp gegenüber den 69 anwesenden Mitgliedern und Gästen.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrates hatte Bürgermeister Thomas Ludwig zuvor die Begrüßung vorgenommen und sich bei allen an der Planung und dem Bau des Nahwärmenetzes Beteiligten bedankt. Er verwies bei dieser „Investition in die Zukunft“ auch auf die Förderung durch die Europäische Union als Europäischer Fonds für regionale Entwicklung und durch das Land Baden-Württemberg. Im Bericht des Vorstandes wurden die Tätigkeiten und Inhalte der Genossenschaft für die Berichtsjahre 2012 und 2013 resümiert und auch an die Bewilligung des Förderantrages „Bioenergiedorf“ in Höhe von 100.000 Euro erinnert.

Bereits am 30. März 2012 habe man den 100. Wärmeliefervertrag abschließen und fünf Monate später die Eintragung als Genossenschaft beim Notariat in Adelsheim vollziehen können. Neben zahlreichen Sprechstunden und Informationsveranstaltungen galt das Hauptaugenmerk 2013 den Bauarbeiten, Trassenplanungen, Förderanträgen, der technischen und baulichen Ausstattung der Heizzentrale, die sowohl mit Heizöl als auch mit Biogas betrieben wird und der Auszahlungen von 65 Rechnungen in Höhe von 2.46 Mio. Euro.

Den Anlaufgegebenheiten entsprechend wurde beschlossen, dass die Verluste im Rahmen der Gewinn-und Verlustrechnung von 5.571 Euro im Jahr 2012 und 61.185 Euro im Jahr 2013 auf das jeweils folgende Jahr übertragen werden. Wie Vorstand Roland Bangert weiter ausführte, betrug der Wärmeverkauf 2014 rd. 240.000 Euro bei einer verkauften Energie von 2.229.114 kWh, Netzverlusten von 561.246 kWh, Heizölverbrauch von 28.990 Liter und einem Stromverbrauch von 23.065 kWh. Die Baukosten liegen derzeit bei 3.326.582 Euro bei einer bisherigen Gesamtförderung in Höhe von 1.231.400 Euro und einem Zinsaufwand von 72.489 Euro.

Nicht ohne Stolz konnte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Ludwig vermelden, dass das Prüfungsergebnis des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes keinerlei Beanstandungen enthielt und der Aufsichtsrat dem Vorstand eine einwandfreie Geschäftsführung bescheinigen konnte. Auf Antrag von Mitglied Thomas Kegelmann mit Dank für die ehrenamtlich geleistete Arbeit erteilten die Mitglieder sowohl dem Vorstand als auch dem Aufsichtsrat einstimmig Entlastung.

Die anschließenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat unter der Federführung des Vorstandsvorsitzenden Reinhold Rapp brachten ebenfalls einstimmig folgendes Ergebnis: Martin Kloss, Thomas Ludwig, Roland Salopek, Andreas Siebert und Reiner Wetterauer. Einstimmig erfolgte auch die Festsetzung als Beschränkung für Kredite an Mitglieder auf die Hälfte der Genossenschaftseinlage je Schuldner.

Abschließend gaben die Vorstände Roland Bangert und Reinhold Rapp bekannt, dass von den beantragten KWKG-Fördergelder nach Prüfung noch 142.265 Euro zu erwarten sind.

 

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