Charmant analysiert und präsentiert

„Business@School“ widmet sich Kleinunternehmen der Rhein-Neckar-Odenwald-Region

Die Schüler des “Business@School”-Projektes mit Bürgermeister Peter Reichert, Schulleiter Helmut Schultz und ihren betreuenden Lehrern Nathalie Watzal und Tobias Gerber (Foto: Till Weidenhammer))

von Nathalie Watzal und Tobias Gerber

Eberbach. Dieser Tage fand im Eberbacher Rathaus die Präsentation zum Abschluss der zweiten Phase des Projekts „Business@School“ statt. Mit Unterstützung der Boston Consulting Group erwerben die Schülerinnen und Schüler in dieser Unterrichtsform projektorientiert betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse in drei Phasen. Nachdem die Schüler in der ersten Phase ein börsennotiertes Unternehmen analysierten, setzten sie sich in der zweiten mit einem nicht börsennotierten, meist ortsansässigen Unternehmen auseinander. Hierbei waren die Schüler besonders auf ein vertrauensvolles und kooperatives Arbeiten mit lokalen Partnern angewiesen, die den Schülern Einblicke in ihre betriebswirtschaftlichen Unterlagen gewährten. An dieser Stelle sei allen Unternehmen gedankt, die bereit waren, die Schüler hinter die Kulissen schauen zu lassen.

Vor den Augen der siebenköpfigen Jury aus Wirtschaft und Öffentlichkeit hatten die Schüler erneut die Gelegenheit, ihre Ergebnisse im festlichen und professionellen Ambiente des Ratssaals des Eberbacher Rathauses zu präsentieren. Diesen außergewöhnlichen Rahmen hatte erneut das Team um Hauptamtsleiterin Anke Steck ermöglicht. Gemeinsam mit den drei Schülerteams des Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasiums stellten ebenfalls drei Teams des Mosbacher Auguste-Pattberg-Gymnasiums ihre Analysen vor. Die sechs Gruppen hatten sich dieses Mal für die Hirschhorner „Hirsch-Apotheke“, das Eberbacher Fitnessstudio „Palestra“, das Mosbacher Unternehmen „Elektro Weber“, die Mosbacher „Fahrschule Bartl“, das Eberbacher „Casa Flora“, sowie abschließend das Mosbacher Autohaus „Gross“ entschieden. Als Fazit der Präsentation fassten die Schüler ihre Analyse zusammenfassen und nutzten diese als Grundlage, um den Kleinunternehmen in der Rolle der Wirtschaftsberater Tipps für die folgenden Unternehmensjahre zu geben. Im Anschluss stellten sich die Teams erneut eloquent und schlagfertig den Fragen der Jury, der dieses Mal auch der Eberbacher Bürgermeister Peter Reichert angehörte.

In einer hauchdünnen Entscheidung kürte die Jury dieses Mal das Mosbacher Team, das die „Fahrschule Bartl“ präsentiert hatte, zum Sieger, den der Mosbacher Boston Consulting-Betreuer, Dr. Albrecht Schütte, verkündete. Die Schülerinnen hatten durch ihre charmante Präsentation gepaart mit einer anschaulichen Darstellung der Fakten überzeugt und ließen die anderen Teams hinter sich. Doch auch alle anderen Seminarkursteilnehmer waren Zweitplatzierte, da sie wirklich beachtliche Leistungen erbracht hatten, und sich eine Steigerung zur ersten Phase deutlich zeigte. Auch die projektleitenden Lehrer des HSG-Eberbach, Nathalie Watzal und Tobias Gerber, waren mit der Arbeit und Entwicklung ihrer Schüler mehr als zufrieden.

Nach der sehr raschen Abfolge der Präsentationstermine in den ersten beiden Phasen bleibt bis zum Abschluss der dritten Phase nun ein etwas längerer Zeitraum von vier Monaten. In diesem müssen die Schüler allerdings erneut sehr intensiv arbeiten, da sie eine eigene Geschäftsidee entwickeln und umsetzen sollen. Dazu müssen sie diese auf ihre technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit überprüfen und kritisch hinterfragen. Abschließend müssen sie auch eine Bank von ihrer Geschäftsidee und ihrem Businessplan überzeugen, damit diese ihnen, wenn auch nur simuliert, das nötige Startkapital als Kredit zur Verfügung stellt. Die Schüler werden ihre abschließenden Ergebnisse und deren kreative Umsetzung dieses Mal am Freitag, dem 22. Mai 2015, in den Ganztagesräumen des Mosbacher Auguste-Pattberg-Gymnasiums, ebenfalls wieder ab 16.00 Uhr, einer Fachjury und der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Über die Unterstützung durch ein breites Publikum würden sich alle Beteiligten wieder freuen. Wir hoffen auch, dass die vergangene Veranstaltung eine Einladung für ortsansässige Unternehmen darstellt, sich in den kommenden Jahren für die Schüler zu öffnen und mit dem HSG zu kooperieren

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