Ratschreiber Holzner in Ruhestand verabschiedet

Bürgermeister Markus Haas verabschiedet dienstältesten Mitarbeiter

NZ Ratschreiber Hubert Holzner in Ruhestand verabschiedet

Bürgermeister Markus Haas verabschiedet Ratschreiber Hubert Holzner in den wohlverdienten Ruhestand. Ein Dank ging per Blumenpräsent auch an Ehefrau Karin. (Foto: Hofherr) 

Waldbrunn. Der Grundbuchratschreiber Huber Holzner wurde dieser Tage nach fast 50-jähriger Tätigkeit für die Gemeinde Waldbrunn in den Ruhestand verabschiedet. Holzner bleibt der Verwaltung auf geringfügiger Basis als Ratsschreiber in der neuen Grundbucheinsichtsstelle vorerst erhalten.

In einer Feierstunde entließ Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas, den dienstältesten Mitarbeiter und Grundbuchratschreiber Hubert Holzner  nach 49 Jahren in den verdienten Ruhestand. Haas nutzte die Gelegenheit um dem „Hüter über die Richtigkeit des Grundbuches“ würdevoll zu danken und die enorme Lebensleistung anzuerkennen. Respektvoll ließ der Amtschef dabei den Werdegang vom Verwaltungslehrling bis zum Aufstieg in den gehobenen Dienst und der Ernennung zum Grundbuchratsschreiber Revue passieren. Er hob dabei die herausragende Stellung des Rastschreibers als Bindeglied zwischen Bürgern und Verwaltung sowie Justiz hervor. Der Verwaltungschef hob  dabei hervor, dass der berufliche Aufstieg nur durch den Willen stets Neues zu erlernen möglich wurde.

Das Wissen, dass Holzner in seinen Dienstjahren erworben habe, sowie seine Kenntnisse in Erbschaftsangelegenheiten und Grundbucheinträgen habe dazu geführt, dass viele Waldbrunner mit ihren Fragen direkt zu Hubert Holzner gekommen seien, da dieser mehr wusste, als es im schriftlichen Grundbuch festgehalten sei.

Hubert Holzner bedankte sich  für die Anerkennung und Würdigung seiner Arbeit und ließ seinerseits so manche Anekdote aus nahezu fünf Jahrzehnten Revue passieren. So wusste er zu berichten, dass sein erstes Lehrlingsgehalt noch in bar ausgezahlt wurde, und dass ganz zu Beginn seiner Beschäftigung im Winter der Holzofen im Dielbacher Rathaus angefeuert werden musste, bevor man sich den Verwaltungsaufgaben habe widmen können. Daneben gab es privat organisierte Aktenumzüge, die Gemeindereform Anfang der Siebziger, bis hin zur Zusammenarbeit mit sage und schreibe sechs Bürgermeistern und sieben Notaren.

In seinen Erzählungen wurde aber bei all den lustigen Histörchen auch deutlich, welch wichtiges Amt ein Ratsschreiber zu begleiten hatte. So mussten auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden, um gesetzeskonform zu handeln. Fleiß, Korrektheit  und Genauigkeit seien zudem unerlässlich Fertigkeiten bei der Führung der Grundbücher. Wie gewissenhaft Hubert Holzner gearbeitet hat, bestätigten alle Prüfungsberichte des Landgerichts. Stets sei die ordnungsgemäße Führung des Grundbuchamtes bescheinigt worden. Daher konnte die Gemeinde Waldbrunn das Grundbuch im Oktober 2014 ohne Rückstände an das zentrale Grundbuchamt nach Tauberbischofsheim übergeben, schilderte der neue Ruheständler. Dies sei auch der Arbeit von Rechtpfleger Dieter Throm zu verdanken, hob Holzner hervor.

Mit der Auflösung des gemeindlichen Grundbuchamts (wir berichteten), sei es für ihn als Ratsschreiber an der Zeit gewesen, sich in den Ruhestand zu verabschieden. Darauf habe man sein ganzes Leben hingearbeitet, und sei nun doch erschrocken, dass es nun doch schon soweit ist, ließ Holzner seine Kollegen wissen. Dies treffe umso mehr zu, wenn man seit Oktober vor leeren Schränken sitze, die man seit über 40 Jahren mit Eintragungen und Urkunden gefüllt habe, und die so etwas wie sein Lebenswerk geworden seien, blickt der Ratschreiber zurück.

Abschließend versäumte es Hubert Holzner nicht, sich bei Bürgermeister Markus Haas, Notar Stefan Link und Rechtspfleger  Dieter Throm sowie den Kollegen der Verwaltung und auch bei seiner Ehefrau zu bedanken, denn ohne die stete Unterstützung, Mithilfe und kollegiale Zusammenarbeit sei es nicht möglich gewesen, die anspruchsvollen Aufgaben zu erledigen.

Bürgermeister Markus Haas war erfreut, dass Hubert Holzner der Verwaltung noch eine gewisse Zeit als Ratsschreiber erhalten bleibe, um in der neuen Grundbucheinsichtsstelle zu wirken. So folgte der Überreichung der Entlassungsurkunde die Neuverpflichtung als Minijobber.

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