Weder Nebel noch Kälte schrecken Narren

Fastnachtsspiel Mudau

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Weder Nebel und Kälte noch „Wertschaftskrise“ schreckten die Narren in der Wassersuchermetropole ab. Im Gegenteil, die Vorstellung der Traditionsfiguren am Rathaus erwies sich als echter Publikumsmagnet, was sicher maßgeblich den zur Mammutgruppe angewachsenen „Aaldi Weibern“ zu verdanken war, die den „Schmutzige Dunnerschdi“ in Mudau mit unglaublicher Kondition bereicherten.

Als zweiten Anziehungspunkt könnte man die Neugier auf die ganz besonders reizenden Prinzenpaare, Ihre Lieblichkeiten, die Prinzessinnen Kerstin II. (Müller) und Georgina I. (Signiorello) und Ihre Tollitäten, die Prinzen Moritz I. (Sacher) und Till I. (Späth) sehen, denn sie waren nicht nur eine Augenweide, sondern mit Herzblut und Begeisterung bei der Sache.

Nachdem Ortsscheller Angelo Walter das „Fastnachtsspiel“ mit der Verlesung der traditionellen Urkunde eröffnet hatte, übernahm Prinz Moritz I. – selbstverständlich im original Mudemer Dialekt – die Vorstellung der Traditionsfiguren, angefangen beim Wassersucherrat und den diversen Garden, über Hexsche und Deifel, Herrli und Frähli, Halbherrn und Spreiselesvokääfer bis zu den Spitzdudden und natürlich den Symbolfiguren Wassersucher Nobby (Münch) und Kai (Lorenz). „Hajooo!“ bekräftigten die supergut gelaunten aalde Weiber bei jedem Figuren-Trupp, der aus dem Rathaus strömte und sich unter die Leute mischte und so war es ihnen ein Leichtes, ihren eh schon enormen Fanclub noch zu vergrößern. Die Krachkapelle ließ keinen Tusch aus und die Schunkelrunden wurden ausgiebig genutzt.

Fotoserie zum Artikel – (Fotos: Liane Merkle)

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Und dann kam der große Moment für die Wassersucher Senior und Junior. Während der „Kleine“ dem „Aalde-Weiber-Trupp“ dankbar Sekt überreichte, bereitete sich der „Große“ mit einer Quizrunde ans Publikum auf seinen jährlichen Mietzins-Transfer an den Schultes vor. Wobei die Wertsteigerung im Odenwälder Immobilienmarkt nicht sehr strukturiert erschien. War zu Schwenders Zeiten das jährliche „Hinkele“ in echt noch Fakt gewesen, so hatte Dr. Rippberger mit rohen oder gekochten Eiern über Jahre hinweg einen deutlichen Mietpreisverfall zu spüren bekommen.

In diesem Jahr kann er stolz „Aufschwung“ verzeichnen, denn neben einem echten Hahn aus Holz für ein Bierfass konnte ihm Wassersucher Nobby noch einen Gutschein vom „Putt“ überreichen und so die „Entmachtung“ relativieren. Abschließend luden die Verantwortlichen der Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher ein zum Schmuutzessen mit Programm ins Pfarrheim.

Infos im Internet:

www.KaGeMuWa.de

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