Reischebocher Turmwächter feiern seit 22 Johr

Närrisches Jubiläum im Reisenbacher Sportheim

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(Foto: privat)

Reisenbach. (pm) Ein besonderer Faschingsabend stand den Reischebocher Turmwächtern dieses Jahr ins Haus. Den schon seit 22 Jahren wird im Sportheim gefeiert und viel gelacht. Mit großer Verwunderung stellte das Publikum fest, das zum großen Jubiläum nur ganze zwei Turmwächterräte einmarschierten.

Das Rätsel wurde von den Beiden aber schnell gelöst: Da keine 22 Turmwächterratsmitglieder bereit standen, hatte man sich kurzerhand entschlossen, nur die beiden Schönsten zu entsenden. Während Sandra Brand nun den Abend souverän begann, merkte man bei Steffen Banschbach doch eine gewisse Nervosität an. Diese rührte von dem Datum, feierte man doch am Freitag, den 13. Aber ausgestattet mit allerlei Glückutensilien, konnte er sich schnell beruhigen. Da der neue Musiker Nico Flachs sich auch als äußerst Faschingstauglich erwies, wurde die Bühne für das tolle Programm freigegeben.

Furios startet auch gleich der ‚Club’, der Jugendraum Reisenbach in den Abend. In Ihrem Auftritt stellten sie die Gedanken dar, welche die Patienten im Warteraum eines örtlichen Allgemeinmediziners hatten. Da es sich um den Morgen nach dem schmutzigen Donnerstag handelte, und so mancher hier nun auf die Eroberung des letzten Abends traf, an die er sich gar nicht mehr so gerne erinnern wollte, ging es entsprechend turbulent zu. Als ‚wortlose’ Darsteller fungierten Steffen Link, Nico Schäfer, Nicolai Böhle, Felix Schäfer, Tommy Herrman, Laura Herrmann, Sophia Böhle. Und als ‚Gedankensprecher’ David Brenneis, Rebecca Schäfer, Linda Brenneis, Christine Mechler, Eric Pierone und Dominik Rechner. Schwungvoll ging es gleich mit etwas fürs Auge weiter, den es zeigte die Mudauer Prinzengarde mit ihrem tollen Schautanz ‚Traumschiff’, wie sich ein traumhafter Urlaub auf einwm Kreuzfahrtschiff auf dem Meer abspielt.

Da Fasching nicht nur Spaß macht, sondern auch viel Arbeit und Mühe darin steckt, überreichen die Turmwächter verdienten Personen die Auszeichnung als närrischer Kerl bzw. närrisches Weibsbild. Diese Auszeichnung konnte auch ein närrisches Jubiläum feiern, denn sie wurde bereits zum 11. mal vergeben. So war es eine besonders große Freude ‚altgedienten Narren’ damit ehren zu dürfen. Für Ihre Verdienste als Sitzungspräsidenten wurden Friedbert Schäfer, Günter Böhle und Wassersucher Norbert Münch geehrt. Und als ‚1. Turmwächter’, der die Gäste auf und von der Bühne führte, wurde Thomas Lorum geehrt.

Jetzt hies es gut aufpassen, den mit Elfriede (Sandra Brand) und Waltraud (Corinna Schwing) kamen zwei Nachbarinnen und alte Tratschweiber auf die Bühne. In unnachahmlicher Art und Weise glosierten die beiden das Ortsgeschehen. Da sie sich ja eigentlich an diesem Abend beim Chor bewerben wollten, wurde über jede der örtlichen Verfehlungen ein selbstgedichtetes Liedchen vorgetragen. Wie gut dies ankam zeigte sich auch dadurch, dass sich so mancher überlegte, was er diese Jahr anstellen kann, damit er nächste Fasching auch so toll besungen wird. Schwungvoll führte dann die Tanzgruppe Maxi der FG Götzianer Heddebör und ihrem Schautanz ‚Meine erste große Liebe’ die Zuschauer zurück in die eigene Jugend und das erst verliebt sein.

Nach der Pause wurde das Publikum durch den Gardetanz der Blauen Garde aus Hedderschboch sofort wieder auf Touren gebracht. Und als mit Martin Stuhl ein ‚Ehemann’ die Bühne betrat, waren die Lachsalven wieder sicher. Geplagt berichtet er über die Eifersucht seiner Frau, die durch die ständige Überwachung mittels Handy und ‚Warts ab’ nicht weniger wurde. Da leider die Aktivitäten im zwischenmenschlichen ehelichen Miteinander (genauer im Bett) dafür immer weniger wurde, hatte er vieles zu erzählen.
Nichts zu erzählen, dafür mit Ihrem Schwung, Ausdauer und Elan die staunenden Zuschauer zu beeindrucken, wusste wieder einmal aufs Neue das Tanzmariechen der KaGeMuWa, Cara Bianco. Und auch der sehenswerte Gardetanz der Mudauer Wassersuchergarde war ein Highlight des Abends.

Welche Nachwuchs-Probleme die Feuerwehren haben, zeigten nun die Roten Spritzer auf. Da es zu wenig Jugendliche für die Jugendwehr gibt, hat der Kommandant (gespielt von Thomas Banschbach) kurzerhand drei seiner Junggesellen: Gerätewart Johannes (Manfred Link), Getränkewart Scholzi (Elmar Schäfer) und Schlauchwart Reinfred (Rainer Schäfer) bei ‚Feuerwehrmann sucht Traumfrau’ angemeldet. Und die bärtige Moderatorin Inga (Steffen Banschbach) überraschte die Truppe auch gleich bei deren Übung. Aufgrund fehlender Kenntnisse über das andere Geschlecht, war die Suche nach einer Traumfrau nicht ganz so einfach.

Jedoch fanden sich am Ende mit Mandy (Felix Schäfer), Cindy (Steffen Link) und Paula (Nico Schäfer), nicht nur für die Warte, passende Frauen. Mit der gertenschlanken geilen Gertrude (Gerd Gröschl) kam der eifrige rothaarige Kommandant auch gleich mit unter die Haube. Unterstützt wurde das ganze noch vom Nummerngirl David Brenneis und musikalisch von Selina Mechler.

Bevor mit den Reisenbacher Tequilla Girls und ihrem ‚Super Mario’ Schautanz wieder ein fetziger Schlusspunkt gesetzt werden konnte, bedankten sich Sandra und Steffen bei allen Helfern, Mitwirkenden und auch beim tollen Publikum im vollbesetzten Sportheim mit einem dreifachen „Reischeboch, gud druff“.

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