Mudi – „De Zug kimmt“

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(Foto: Liane Merkle)

Mudau.  (lm) „De Zug kimmt“ – eigentlich brauchts diesen schriftlichen Hinweis am „Wir-machen-den-Weg-frei-Auto“ überhaupt nicht, denn er ist schon lange zu hören bevor man ihn sieht, der große Mudemer Rosenmontagsumzug, der Jahr für Jahr Tausende von Narren in die Straßen und Gassen der Wassersuchermetropole zieht.

Traditionell wurde er eingerahmt vorne von jeder Menge Spitzdudden aus der Schautanzgruppe, dem Musikverein, den vielen Mitgliedern sowie dem Kleinen Prinzenpaar – dieses Mal Prinzessin Georgina I. (Signiorello) und Prinz Till II. (Späth) – mit ihrem Gefolge, bestehend aus Kinderelferrat, Tanzmariechen Caro Bianco, Jugend-  und Minigarde. Das Schlussteil des Gaudiwurms wurde – ebenfalls traditionell – gebildet von Prinzen- und Wassersuchergarde, Wassersucher Nobby Münch und seinem Junior Kai Lorenz, dem Prinzenpaar – Ihre Lieblichkeit Kerstin II. Müller und Seine Tollität Moritz I. Sacher – zusammen mit ihrem Jung- und Wassersucherrat und natürlich der Feuerwehr. Musikalisch begleitete den Gaudischwanz die Trommelgruppe Heescht mit fetziger Guggemusik.

Und zwischen diesen beiden Traditionsformationen aus jeweils sieben Gruppierungen schlängelten sich ideenreich, kreativ und mit jeder Menge Spaß weitere 43 Fußgruppen und Wagen durch die Langenelzer und die Hauptstraße bis zur Odenwaldhalle, wo man gespannt auf die Jurorenauswertung des Zuges wartete. Dabei war die Mottos so vielfältig gewählt wie es Gruppen gab. Neben den Traditions-Großgruppen der Langenelzer Elzhepfer, der Dumbocher Turmspatze, Laudeberch Überzwerch, Schernemer Eckenarre, Schloßemer Bajasse samt ihrer Bajasse-Musikanten und der Reischebocher Turmwächter, die allein durch ihre Größe und den sichtbaren Spaß an der Straßenfastnacht beeindruckten, begeisterte der Ideenreichtum der Teilnehmer. In Mengen vertreten waren dabei der Langenelzer Auenbruchwald der Biber, die Schorlemafia Trienz und die Edpegarter konnte man beim „Kaffeeklatsch in Mudi“ erleben.

Überzeugend war aber auch der wieder mal perfekt initiierte Fliegende Orient-Basar des Tennisclubs Rot-Weiß Mudau sowie die Fastnachtsfreunde Eberbach mit „GDL – dieser Betrieb wird bestreikt“ oder der Elferrat der Stadt Osterburken mit seinem Bauernballett, die Calimeros Preunschen und natürlich die befreundete Garde CC R.W. aus dem hessischen Steinbach zu ihrem 55jährigen Jubiläum. Klein, aber sehr oho präsentierten sich die GlücksspielerInnen der Cheesy-Gewinner-Truppe, Carina & Natalie als „zwee“ Nachtschwärmer, die Pandabären der „Artistica-Events and more“ sowie die Leuchttürme der Fastnachtfreunde Balsbach/Mudau und Sonja und Friends kamen eindeutig „spanisch“ rüber.

Fotoserie von Liane Merkle

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Bewundernswert die Ausstattung der zahlreichen Wagen wie „Balsbach blüht auf“ der Feurio Balsbach, die Hippies der Rowerner Sandglipfel, die Blau-Weißen des Jugendraums Reichenbuch oder der Karnevalklub Königheim, der mit Schwung gute Laune und seine Neanderthaler auf der Straße anhäufte. Sicherheitshalber auf Wagen verstaut waren die wirklich gruseligen „Zombies“ des Laudenberger Jugendraums und die „Wikinger“ aus dem gleichen Ort, der Hesselbacher „Super Mario“ ebenso wie der Reischebocher und selbstredend „Werner“ von den Schlepperfreunden Aglasterhausen. Mit ihrem Musikverein angereist waren die Elferräte der KG Wulle Wack Limbach und die Allfelder Weißköpfe waren vertreten durch Elferrat und Garde.

Während der Jugendraum Waldhausen das Thema „Kirche“ mit seinem Wagen beleuchtete, präsentierte die Faschingsgruppe 1, 2, 3 ihren Rolls „Reus“, der einmal falsch abgebogen war. Die Freizeit-Jugend war mit ihrer „Abrisskolonne“ angereist, die Wagenschwender mit M&M’s, die Wilden aus dem Ittertal im U-Boot, Haidebow nahm mit ins Land der Kannibalen und Hühner en masse importierte der Jugend- und Heimatverein Beuchen. Und natürlich galt trotz „Wertschaftskrise – mir losse uns die Stimmung net vermiese!“

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